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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BURNINGCHROME

BURNINGCHROME

DEMO-CD ( min.)

EIGENPRESSUNG / SELBSTVERTRIEB
Bisher beschränkt sich die Produktion von burningCHROME noch auf eine Demo-CD respektive auf die 5 auf ihrer Myspace-Seite http://www.myspace.com/burningchromemusic zu hörenden Stücke Materialverschwendung, Standgericht, Lehrstunde, Das Gerät und Die Flut. Das Nürnberger Projekt machte erst kürzlich im Ruhrgebiet auf sich aufmerksam, als es als Support-Act von Von Thronstahl seine Stücke in Essen zum Besten geben durfte. Benannt ist burningCHROME nach einer Kurzgeschichte des US-amerikanischen Science-Fiction-Autoren William Gibson, der in den 1980er Jahren durch seine Neuromancer-Romane auf sich aufmerksam gemacht hatte.

burningCHROME charakterisiert sich selbst als „industriell, hart und rauh“(sic!), woran ich nach dem zweiten Durchhören des Demo-Albums keinerlei Zweifel hege. Die ersten drei Stücke sind gekennzeichnet durch eine gewisse Rohheit, ein hohes Maß an Monotonie und es entsteht der Eindruck, dass es dem Ganzen an Durchschlagskraft mangelt. Der minimale Duktus paart sich mit einem Hang zu dumpfen Klängen, was jedoch eher auf ein schlechtes Mastering schließen lassen könnte, als dass man tatsächlich Absicht dahinter vermuten würde.
Nach den ersten drei Stücken vollzieht sich im Stück vier ein Stilbruch hin zu gar harmonischen Anwandlungen mit leicht martialischem Hauch. Dennoch bleibt trotz des stilistischen Wechsels der Beigeschmack der Eintönigkeit vorhanden und es fehlt das zündende Element.
Im folgenden Stück begegnet dem Hörer erneut das bereits zuvor schon sehr oft eingesetzte Stilmittel des Vocal-Samples. Auch hier fällt die dumpfe Abmischung auf, wobei noch etwas irritierender als diese die Kombination von dumpf-dröhnendem Grundbass und flirrend-schrägem Synthieeinsatz ist, der wie Melodiefetzen aus einem alten C64-Spiel anmutet.
Das nächste Stück „Das Gerät“ arbeitet zwar ebenfall wieder mit Samples und flirrenden Klangelementen, in die monotone Loops eingewoben werden, doch gelingt es burningCHROME eine interessante Synthese zu schaffen und eine Atmosphäre der Monotonie zu erzeugen, die im Gegensatz zu vorherigen Stücken nicht langweilig ist.
Das Promoalbum klingt mit dem Stück „Die Flut“ zwar deutlich besser aus, als es begonnen hat, aber auch dieses Stück vermag mich nicht ganz zu überzeugen. Alles in allem wirken die meisten Lieder noch relativ unausgegoren und man ahnt, dass das Projekt sich noch in den Kinderschuhen befindet. Man darf gespannt sein, ob es burningCHROME schafft aus dem doch teilweise sehr unfertig wirkenden Promo-Rohmaterial eine Fortentwicklung seines Schaffens zu generieren oder wie so viele Projekte schnell wieder in der ungehörten Versenkung des virtuellen Äthers verschwindet.
5/10 - OS


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