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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: RETURN TO EAR ....

RETURN TO EARTH

AUTOMATA (49:48 min.)

METAL BLADE / SONY
Return To Earth ist im Vergleich zu vielen anderen bei Metal Blade beheimateten Bands keine Truppe, die im Death, Thrash oder Extreme Metal unterwegs ist, sondern in der Vergangenheit unterschiedliche Projekte und auch Stilrichtungen verfolgt haben, die nicht nur mit Metal behaftet sind. Angefangen hat es im Jahre 2006, als man gerade etwas Freiraum hatte. So trafen sich also Brett Aveni und Chris Pennie (Coheed and Cambria) regelmäßig und man jammte und sammelte Ideen, aus denen nach und nach Songs entstanden. Dann war es an der Zeit, auch einen Sänger zu finden und so trat man Ron Scalzo heran. In dieser Formation veröffentlichte man in Eigenregie „Captain Of Industry“ und stürzte sich noch intensiver in den Entwicklungsprozess für das nächste Album, eben „Automata“. Was „Automata“ angeht, ist es von Beginn an ein alles andere als gewöhnliches Album, denn es steckt voller Ideen und Facetten, die zum Beispiel eine klare Eingrenzung auf ein Genre nicht ermöglichen. Zu einem guten Teil ist „Automata“ ein Rock-Album, es wartet aber auch mit Alternative, Core und Heavy Metal Elementen auf und offenbart eine perfekte Kollaboration von drei Persönlichkeiten, die es geschafft haben, ihre individuellen Fähigkeiten zu bündeln und ein Album zu kreieren, dass unheimlich viel Leben und Kraft ausströmt und dem man sich nicht entziehen kann. Sei es der cleane Gesang von Ron, der in einigen Passagen in Richtung Core-Gesang ausbricht, oder Brett’s fantastische Gitarrenarbeit, die selbstbewusst Räume für sich in Anspruch nimmt und animiert und begeistert. Zum Abschluss bleibt nicht nur Chris, der Drummer, sondern auch Chris, der für das Songwriting verantwortlich ist und die elektronischen Klänge kreiert hat. Herausgekommen sind so fünfzehn Stücke bzw. zwölf Songs, die durch ihre experimentelle Art und Unterschiedlichkeit begeistern. Der Titeltrack fungiert als Opener und erinnert in seiner Anfangssequenz entfernt an Queen, bricht aber in der Folge immer wieder mit heftigen Riffgewittern aus. Überhaupt sind die ersten drei Songs heftigerer Natur und gehen mehr in die Vollen. Danach kommt die erste Instrumentalpause, die den schlichten Namen ’1.0’ trägt und sanft den Übergang zu ’Edge Of Forever’ bereitet, dass zwar schnell aber gemäßigter wirkt als die ersten drei Songs. Gewisse Faith-No-More-Einflüsse lassen sich meiner Meinung nach heraushören, hier zumindest etwas stärker hörbar, ansonsten ein eher rudimentärer Gedanke. Zumindest kommt bis ’2.0’ der Metalcore stärker zur Geltung und man denkt an Bands wie Caliban. Besonderer Anspieltipp ist ’The Dots Do Not Connect’, dass in knappen drei Minuten herrlich auf den Punkt kommt. Nach der instrumentalen Pause ist ’The Replica’ ein melodischer Einstieg, der mich an den Space Metal von Arjen Lucassen erinnert. Nach der letzten Instrumentalpause knüpft ’Exit Wound’ an den Anfang des Albums an, nur der Gesang darf in allen Facetten von clean über aggressiv bis hin zur Verzerrung agieren. Keine zweieinhalb Minuten später ist der Spuk auch schon wieder vorbei und es wird mit schnellem Riffing in den Abschlusstrack ’The Altercation Of Man’ eingeleitet, der ein abwechslungsreiches Album beschließt. „Automata“ ist in der heutigen Zeit, in der innovative Songs und interessante Alben eher die Ausnahme sind, ein besonderer Lichtblick, das für Fans unterschiedlicher Stilrichtungen interessant ist. Ich kann daher nur anraten, hier mal reinzuhören.
8/10 - RB


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