Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BLOODY DEAD A ....

BLOODY DEAD AND SEXY

AN EYE ON YOU ( min.)

ALICE IN… /
Alter Wein… bekanntlich der Beste, Geschmackvollste und Vollendetste. (Ich benutze jetzt einfach mal den Aufhänger der allgemeinen „BDAS“-Promo…) Aber auch, wenn das wirklich so ist, merkt man das trotzdem erst einige Zeit nach dem Probieren. Sprich: in meiner Alterstufe wird das Zeug hinuntergekippt, das Gesicht verzogen und „a Schnapserl“ nachgeschüttet. Einfach, weil man den schalen Geschmack wegbringen und nichts mit dem teuren „Gesöff“ zu tun haben will.
Ja ja, die Jugend…
Und was hat das mit Bloody Dead And Sexy zu tun?
Viel, um ehrlich zu sein! Denn der erste Eindruck ist wie beim Wein erstmal ungewohnt: „Das soll gut sein??? Das ist ja so was von träge! Die Stimme is´ doch irgendwie lahm!? Und der Sound, furchtbar!“
Nun ja, man sollte Wein ja auch öfter trinken, um zu lernen, was wirklich schmeckt! Und so ist es mit „An Eye On You“ halt eben auch.
Also noch mal in den Player, und da: Ahaa! Ein Licht geht auf, die Blüte des Geschmacks entfaltet ihre Knospen! (um es poetisch auszudrücken, die Rezi braucht ja Niveau! ;-) )
Sind die ersten beiden Songs des dritten Scheibchens der etwas crazy und ziemlich androgyn gestylten „ziemlich Toten“ noch steigerungswürdig, bietet das catchige „Decent Scent Of Poison“ eben diese Steigerung. Auch das flotte, melodiösere „Reaping Day“ und das leicht melancholische Ohrwurm-„Who Are You“ von „Song Of Truth“ geben dem Wein-, ääääh „CD-Kenner!“ Anlass zu positivem Urteil.
Wer sich dann in das wunderbar-geile, swingend-fetzige, fast schon lautmalerisch tickende „Clockwork Symphony“ nicht verliebt, der leidet an Geschmacksverirrung, aber wirklich! Aufgelockert werden Songs wie „Candy Box“, „The Upper Floor“ (sehr rock ´n´rollig) und „Sunglasses For A Funeral“ mit dem verrucht-jazzigen Bass durch ein dreigeteiltes Intermezzo. Bestehen zwei der Parts aus Musikfetzen und Geräuschcollagen, so muss „Upper Corner“ mit einem introvertierten Flair, Gitarren-Arpeggien und vereinzelten Klaviertröpfchen unbedingt noch erwähnt werden!
Bloody Dead And Sexy klingen wie Batlord, eben frisch aus der Garage! Für alle, denen diese beiden Deathrocker nichts sagen: vom Sound her so ähnlich wie die White Stripes, aber bitte: der Geschmack ist anders! ;-)
Denn BDAS schaffen „rockig-unterkühltes“ Flair, im Jugendjargon: es klingt einfach chillig! Das oben genannte „Ungewohnt-Sein“ kommt dabei vielmehr deswegen zustande, weil sich catchige Refrains nicht etwa aus dem eher gesprochenen Gesang ergeben, sondern aus den wirklich eingängigen Gitarrenriffs und weil jedes Mitglied der Band seine volle Anerkennung gezollt bekommt. Also keine wie bei unserem allgemeinen Musikgeschmack übliche „Ohrwurm-Nerv-Melodie“ und ein Nebenbei-Brei aus Instrumenten, die nur „die zweite Geige“ spielen, sondern eine Combo vollwertiger Bandmitglieder, die alle einhundert Prozent für dieses ungewohnte, aber ungewohnt gute Album abliefern!
Also von mir aus „Stay bloody dead and sexy, but go on makin´ bloody good music!” ;-)
8,5/10 - KB


[ Zurück zum Index: 'B' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler