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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: REVOLTING COC ....

REVOLTING COCKS

GOT COCK? (53:31 min.)

13th PLANET / SOULFOOD
Nachdem Al Jourgensen bei der Veröffentlichung von „Sex-O Olympic-O“ verkündete, dass dies das letzte RevCo Album mit ihm sei, hat er sich kurz darauf doch wieder selbst eingewechselt. Somit bleibt alles beim Alten, auch was das neue Album „Got Cock?“ angeht. Genau wie der Vorgänger ist es auch dieses Mal wieder recht durchwachsen und plätschert eher vor sich hin. Wie immer bekommt man schmutzigen Rock mit Elektro- und Industrialeinflüssen geboten, den man aber genau in dieser Form schon zig Mal gehört hat, nichts Aufregendes also. Die Songs wirken künstlich in die Länge gezogen, haben den ursprünglichen Esprit verloren und klingen irgendwie halbherzig. Da ändern auch die sarkastischen Lyrics nicht viel am Gesamtbild. Dieses Album schockt den Bürger nicht mehr wirklich, wie seine Vorgänger aus den Anfängen es taten. Die Revolting Cocks sind meines Erachtens gezähmt und massenkompatibel geworden. Der Opener „Trojan Horse“ oder „Filthy Señoritas“ sind ruhig, ja schon fast im Wave-Stil gehalten und erinnern entfernt an Sisters Of Mercy. Schon fast EBM sind Songs wie „Dykes“ und „Air Traffic Control“, halt tanzbar aber doch unspektakulär. Lichtblicke sind „Juice“, „Piss Army“ oder „Fuck Money“, wo es dann passend zum Text auch musikalisch mal wieder entfernt vom massentauglichen Dancefloorgedudel zur Sache geht. Mit „Me So Horny“ findet sich das Cover des Hits von 2 Live Crew als Abschluss des Albums. Und weil`s so schön war gibt es den Remix des Songs direkt im Anschluss noch mal in einer etwas düsteren Fassung. Ist das schon mal der Vorgeschmack auf das traditionell bestimmt erscheinende Remix-Album von „Got Cock?“? Wirklich viel ist bei der Spielzeit von fast einer Stunde und 11 Songs nicht hängen geblieben, der fade Beigeschmack ist sogar noch größer als beim Vorgänger „Sex-O Olympic-O“. Al Jourgensen hätte besser die RevCos ad acta legen, dafür aber Ministry am Leben erhalten sollen. Dieses Album ist keine Revolution mehr, sondern eher ein Mitlaufen mit einzelnen Ausbrechern.
5/10 - SSO


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