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ALLE REVIEWS :: Index: 'A' :: ALKONOST

ALKONOST

ON THE WINGS OF THE CALL (51:54 min.)

EINHEIT /
Warum wird eigentlich ständig von Bands erwartet, dass sie sich – musikalisch gesehen - bei jedem neuen Album um Einhundertachtzig Grad drehen? Die russische Pagan Metal Combo Alkonost stellt jedenfalls auf ihrem bislang siebten Album „On The Wings Of The Call“ eindeutig unter Beweis, dass sie das, was sie machen, gut machen und sich und ihrem musikalischen Stil treu bleiben. Was mir an den Russen besonders gefällt, ist die spannende Mischung aus dunklem, derbem Black Metal, feurigem Folk Metal und einer leichten Doom Metal Note, die sich in der typisch traurigen, slawischen Grundstimmung der Lieder ausdrückt. Vornehmlich macht die Scheibe auf mich im Ganzen einen überwiegend umtriebigen, fröhlich-beschwingten Eindruck; die Instrumente vermitteln Spielfreude und werden handwerklich gut dargeboten. Die Melodien präsentieren sich heiter bis wolkig, ganz im Sinne der Mixtur aus unterschiedlichen Sub-Genres, und sind dabei stets kraftvoll, melodisch und sehr eingängig, aber nicht eintönig. Man möchte am liebsten mitschwingen, singen und tanzen. Mit einer stark präsenten Singstimme von Alena Pelevina, die trotz des symphonischen Stimmklangs nicht übertrieben divenhaft im Sinne eines nightwishigen Sirenengeheules anmutet, sondern angehen anheimelnd ankommt, duelliert sich der männliche Gesangspartner mit düsteren, herben Growls, die in Kombination gut und harmonisch eng aufeinander abgestimmt wirken. Daneben wartet man mit eleganten Melodiebögen und starken Gitarrenriffs auf, die eine gefühlsbetonte, angenehme Stimmung zaubern. Insgesamt ist das Werk durchwebt mit einem wunderbar melancholischen Tembre einer traurig-schönen slawischen Wehmut. Was Alkonost dabei allerdings etwas aus dem Blickwinkel verlieren, sind Durchschlagskraft und Härte, die man bei genretypischen Bands dieser Art ansonsten gehäuft antrifft. Dadurch wirkt das Album insgesamt sehr weich und fließend, lässt jedoch an mancher Stelle den gewissen Paukenschlag vermissen. Von mir aus bleibt es trotzdem ein gelungenes, wenn auch nicht unendlich perfektes Stückchen episch getragener Musik.
8/10 - CG


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