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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BLIND EFFECTS

BLIND EFFECTS

HEARTLAND SOUND FORMATION (58:41 min.)

DANSE MACABRE / ALIVE
Das deutsche Trio Blind Effects ist mit ihrem dritten Album „Heartland Sound Formation“ am Start. Der Hörer bekommt zehn Songs und fünf Remixe geboten. Harte EBM Beats, Gitarrensound und düstere Vocals bilden das Klanggerüst der einzelnen Songs. „Weapons In Paradise“ ist ein gut gewählter Opener, zeigt dieser Song doch sofort was einen erwartet. Düster verzerrte Vocals, harte EBM-Beats und eine eingängige Melodie lassen direkt den Fuß mitwippen. Dark Elektro vom Feinsten. Bei „Divide“ rückt die Gitarrenarbeit mehr in den Vordergrund, elektronische Sounds werden aber nicht vernachlässigt. Mit „Assholes Like Me“ schlägt das Trio mal ruhigere Töne an, wo aber die tolle Gitarrenarbeit nicht aus den Augen gelassen werden sollte. Die hätte jeder Metalband in der Form in den 80ern bei einer Ballade gut zu Gesicht gestanden. Toll, wie hier elektronische und handgemachte Musik eine Einheit bilden. „Bitch“ beginnt mit einem kleinen aber feinen Gitarrensoli um dann mit krachendem Elektrobeat den Hörer zu faszinieren, dabei aber immer noch die wunderbare Gitarrenarbeit einbauen, ohne die der Song nicht so viel Druck aufbauen würde. Wie ihr Euch sicher schon denken könnt, ich bin fasziniert. Selten hört man so gute Metalelemente in elektronischer Musik, die Riffs erinnern mich z. B. unter anderem an alte Accept-Riffs. „Painkiller“ hat alles was ein guter Song braucht, verzerrter Gesang, treibende Gitarrenriffs, harte Beats und elektronische Samples. All dies ist wunderbar aufeinander abgestimmt, es passt einfach alles. Und so setzt sich das Album fort. Leider findet sich mit „(Only One) Possibility“ ein fast ausschließlich düsterer elektronischer Song, aber auch der geht in Ordnung. Um Parallelen zu ziehen würde ich Bands wie Funker Vogt nennen, aber teilweise erinnert die Musik auch an Project Pitchfork, jedoch haben Blind Effects genug Eigenständigkeit um sich auch von diesen abzuheben. Die zehn Songs bieten einige Überraschungen in einem Genre, was eigentlich als ziemlich ausgelutscht gilt. Dies liegt in erster Linie an der tollen Gitarrenarbeit, die mir leider ab und an zu weit in den Hintergrund rutscht. Die restlichen fünf Songs sind Remixarbeiten von befreundeten Bands / Projekten, die dem Album keinen Abbruch tun, es aber auch nicht unbedingt aufwerten. Trotzdem ist „Heartland Sound Formation“ ein gelungenes Album und man darf auf die Zukunft hoffen, dass die Gitarrenarbeit beim nächsten Album einen dauerhaften, unüberhörbaren Platz in den Songs einnimmt, denn dann haben Blind Effects einen wirklich eigenständigen Sound der mit ihnen in Verbindung gebracht wird.
8/10 - SSO


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