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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: ROOTWATER

ROOTWATER

VISIONISM (60:25 min.)

MYSTIC PRODUCTIONS / SOULFOOD
Ganz unbescheiden wie Promozettel der Plattenfirmen manchmal herkommen, werden Rootwater als die polnische Antwort auf System Of A Down bezeichnet. Was ja nun mal wirklich kein kleiner Vergleich ist. Aber so ganz von der Hand zu weisen ist dieser Vergleich aber auch nicht, denn zumindest versuchen sich die Polen hier auf ihrem bereits dritten Album an einer ähnlichen musikalischen Mischung und vermischen harte Riffs, mit leicht orientalisch und folkloristisch angehauchten Passagen und baut auch hier und da mal ein paar progressive Versatzstücke ein. Die Polen haben durchaus auch ein paar gute Ansätze auf ihrem Album, sie bieten durchaus starke Riffs, versuchen sich an mehrstimmigen Gesängen und auch die folkloristischen Einflüsse klingen durchaus interessant und auch gut gemacht. Rootwater beweisen auch durchaus, dass sie in der Lage sind recht gute Songs schreiben zu können und bieten durchaus ein paar gelungene Nummern auf ihrem Album. Aber über die ganze Spieldauer will die Mischung dann doch leider nicht immer aufgehen, denn wo System Of A Down unbeschwert und befreit klingen, da klingen die Versuche der Polen manchmal etwas zu angestrengt und zu gewollt, so dass teilweise die Mischung der verschiedenen Einflüsse nicht so ganz funktionieren will, wie z.B. bei „Venture“ das direkt nach dem sehr stark aufgebauten bombastischen Intro folgt und einfach nicht so richtig zünden will. Besser gelingt es da schon auf der folgenden Nummer „Closer“ die vom Gesang und von den Gitarren her sehr stark an Korn erinnert, und bei dem die mehrstimmigen Gesänge sich sehr gut ins Gesamtbild einordnen. So geht es dann auf dem ganzen Album weiter, wirklich sehr gute Songs wechseln sich mit nicht ganz so gelungenen Songs ab, so dass es einem wirklich schwer fällt das komplette Album richtig einzuschätzen. Denn zum einen findet man wirklich starke Passagen auf dem Album die ganz stark von dem Vibe leben den einst Bands wie Faith No More, Sepultura, Prong oder auch Slipknot verbreitet haben, und deren Einflüsse sich immer wieder heraushören lassen. Was sich gerade bei den Riffs immer wieder anmerken lässt. Überhaupt über die Gitarrenarbeit lässt sich wirklich nichts Negatives sagen. Brachiale Riffs treffen auf ausgefallene Breaks, für Abwechslung ist auf jeden Fall gesorgt. Nur in Verbindung mit den ausgefallenen Folk-Einflüssen übertreibt es die Band dann manchmal und versucht einfach zu viel in ihrer Musik unterzubringen, was leider dazu führt, dass ein paar Songs doch etwas überfrachtet wirken und auf Dauer doch etwas nervig klingen. Aber verallgemeinern lässt sich das Ganze auch nicht. Denn auf Songs wie dem starken „Realize“ funktioniert es dann wiederum wunderbar. Wie man vielleicht merkt bin ich auch ziemlich hin- und her gerissen. Denn auf der einen Seite zeigen die Polen sehr viele gute Ansätze und bieten auch eine wirklich interessante Mischung, aber manchmal übertreibt es die Band dann leider. Mit Sicherheit kein schlechtes Album, aber um an System Of A Down heranzukommen, um bei dem Vergleich der Plattenfirma zu bleiben, fehlt der Band dann doch noch etwas. Aber ein Antesten lohnt sich auf jeden Fall.
7,5/10 - TE


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