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ALLE REVIEWS :: Index: 'W' :: WAYWARD

WAYWARD

HEADLINES (59:04 min.)

7HARD / H´ART
Dirk Thurisch ist abtrünning geworden und wechselte von Angel Dust zu Wayward? Nicht ganz. Mark Tobler heißt der Sänger dieser sechsköpfigen Truppe und klingt dem Shouter aus dem Ruhrgebiet nur verdammt ähnlich. Das ist auch schon einer der wenig positiven Aspekte dieser Band. Vier satte Jahre haben die Musiker ihre Fans auf den neuen Output warten lassen und begründen es damit, ausgefeiltere Arrangements parat zu haben. Dann frage ich mich nur wie eintönig der Vorgänger gewesen sein muß. Ob eine Ballade wie "Lost Forever", Uptempo-Kracher a la "The Loss" oder melodische Stampfer mit brachialem Chorus wie "Human Rights", die Songs scheinen immer etwas träge. Zwar durchsetzt man sie mit leichten Prog-Parts oder Piano-Einsätzen zum Abkühlen, aber es bleibt ein schaler Geschmack. Ich denke, es liegt an den Vocals, die kaum eigene Akzente schaffen und sich manchmal quälen. Intros, wie die heftige KIrchenorgel auf "Lost Forever" samt kräftiger Gitarreneinsätze bauen eine fette Spannung auf, nur um in einer unspektakulären Ballade zu enden. Das gleiche gilt für die Queensryche-Einsprengsel auf "Human Rights". Zu künstlich. Genug gute Ansätze sind vorhanden, wie das flott-fröhliche "Call It Fame" aufzeigt, doch man verpasst den Anschluß zum Knackpunkt und windet sich in eine schwere und düstere Bridge, die wahrscheinlich Ideenreichtum beweisen soll. Geht aber nach hinten los. "In The Morning", das Piano-Instrumental, ist ganz niedlich, aber dafür kann endlich die Halbballade "Beg In My Nightmares" überzeugen. Mark singt in einem Tempo wie Rudolf Scharping spricht. Ein Stressfaktor den es zu beachten gilt, wirkt es sich doch schleppend und fordernd auf jeden Track aus. Komisch? Ja, aber anders kann ich es nicht erklären. Mit dem Titeltrack "Headlines" findet ein weiterer balladesker Song Einzug ins Programm. Das ist selbst mit viel Wohlwollen etwas zu viel für meinen Geschmack. Dagegen kann "Silent Majority" dem Album wieder frischen Wind einhauchen. Es ist diese Art von Power Metal, den die Band öfter beherzigen sollte. Dampf, Melodien und kein unnötiges Gitarren-Gefrickel. Kurz und bündig, ohne Extra-Stress mit unnötigen Prog-Parts. Dann hätte auch der Stampfer "Reasonable" geklappt. Aber nein, man muß wieder in so einen unnützen schleppenden Zwischen-Part abdriften, der dem Song den ganzen Saft aussaugt. Sobald das Tempo ansteigt hat man schon keine Lust mehr. Der rote Faden ist verloren. Die restliche drei Tracks, "Wiseman", "Temptation" und wieder ein schleppender Outtake mit "Fulltime Emotion", können das Ruder nicht rumreißen, sondern verstärken eher den gewonnenen Eindruck. Dennoch, mit etwas Schützenhilfe im Songwriting könnte dieser Act Zukunft haben.
5,5/10 - SBk


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