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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: ROME

ROME

NOS CHANTS PERDUS (43:53 min.)

TRISOL / SOULFOOD
Da halte ich sie also in der Hand. Die neue CD von Rome. Schön verpackt in ein schwarzes leinengebundenes Büchlein, mit schwarzer Lackprägung. Auch diesmal wieder ein richtiges Booklet. Was doch ein etwas finanzkräftigeres Label so alles ausmacht.
Und sonst? Zunächst einmal fällt auf, das Jerome Reuter sich seiner Sprachvielfalt treu geblieben ist. Betitelte er doch noch alle Tracks des deutsch-expressionistischen Albums „Masse, Mensch, Material“ konsequent in Deutsch, so sind diesmal alle Songs französisch benannt, obwohl die meisten Lyriks in Englisch sind.
Und die Musik? Die auffälligste Veränderung, die manch einem Rome Hörer vielleicht nicht so sehr gefallen wird, ist die Reduzierung all dieser kleinen Samples, Sounds und Tonschnipsel, die in vergangenen Zeiten, neben der Akustikgitarre und der warmen, dunklen Stimme Reuters, doch ein so wichtiger Bestandteil jeder Melodielinie waren. Sie sind kaum noch da. Hier und da, ein paar Sprachfetzen, das war es dann aber auch schon. Damit verlieren Rome ihren Pathos und wirken zurückhaltender. Ein wenig klingt „Nos Chants Perdus“ wie der durchaus gelungene Versuch, die Komplexität Rome`scher Songstrukturen und Emotionen für die Bühne vorzubereiten. Für ein Akustikset, das völlig ohne Halbplaybackspuren auskommt. Akustikgitarre, Bass, Drums, Percussion, Akkordeon, Klavier, Violine... alles echt. Und das hört man. „Nos Chants Perdus“ ist ein Chanson-Album. Warm, melancholisch, zart und verträumt. Natürlich. Es ist ein perfektes Album. Musik, die in manchen Momenten an Chamber erinnert. Oder das, was aus Chamber hätte werden können. Es ist ein leichtes, verspieltes Album. Ein Album, in dem die dunklen Melodien und zurückhaltenden Arrangements dominieren. Jeromes Stimme oft nachdenklich klingt, während die filigran eingesetzten, akustischen Instrumente Raum zum Träumen, zum Empfinden lassen. „Nos Chants Perdus“ ist das gereifte Album, einer wirklichen Band, die mit diesem Material ohne Übertreibung endlich in einem Atemzug mit den Spätwerken Johnny Cashs, Leonard Cohens oder Nick Cave, wenn er denn rein unplugged spielen würde, genannt werden kann. Genannt werden muss.
10/10 - AvG


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