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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MANTUS

MANTUS

DEMUT (46:14 min.)

TRISOL / SOULFOOD
Mantus waren für mich immer nur eine mittelmässige Lacrimosa-Kopie. Eines jener deutschen Projekte, das sich zur Hochzeit der sog. „Neuen Deutschen Todeskunst“ aufgemacht hatte, seine Fans mit schlagerartigen Düsterrock und den üblichen Klischeetexten zu versorgen, die der durchschnittliche Gothic so mag. Texte, die so dermaßen mit Metaphern und geschraubter Bildsprache zugekleistert sind, dass nicht mehr auffällt, wie inhaltsleer ihre Aussage eigentlich ist. Hauptsache traurig, düster, melancholisch und ganz, ganz doll gefühlvoll. In überbordenden Arrangements aus Elektronik, Klassik und Metal wird dann meist noch geschickt verdeckt, dass sich die stimmlichen Qualitäten der Protagonisten, nett formuliert, in Grenzen halten. All das übrigens wäre eine Beschreibung, die Eins zu eins auf Lacrimosa passt. Wo diese aber wenigstens durch Tilos unbestreitbares Talent und Geschick für Komposition und Arrangement, teilweise für Überraschung, ja sogar Begeisterung sorgen können... hält sich meine Emotion was Mantus und ähnliche Projekte (wie z.B. Illuminate... kennt die noch wer?) anbelangt sehr auf dem untersten Level. Und wenn ich mir „Demut“ so anhöre, dann stellt sich mir die Frage, die sich schon bei „Requiem“, dem letzten Album, vor allem dem ersten Release nach „Auflösung“, „In der Versenkung verschwunden sein“, „Jahren der Stille, des Schweigens“ in den Kopf kam. Darauf hat die Welt nun wirklich nicht gewartet! Musste das sein? Sorry, Ihr Lieben: Die Welt der Gothics hat sich auch weitergedreht. Ob zum Guten oder Schlechten, das mag sich jeder anhand von knallbunten Cybergothics, Sigue Sigue Sputnik-Klonen und tausendfachen HIM-Verschnitten, oder dem Megaerfolg des Grafen selber fragen. Aber jenes Mittelmaß, mit dem deutschsprachige Bands Anfang der Neunziger für Begeisterung sorgen konnten, Hauptsache sie waren düster und traurig, lockt mich nicht mehr hinter dem Ofen vor.
Also für all jene, die jetzt über Vierzig sind und die den „guten alten Zeiten“ der „neuen deutschen Todeskunst“ nachtrauern, hier habt Ihr noch mal ein Album, dass diese Zeiten heraufbeschwört. So gut, so schlecht wie sie für Euch waren. Es würde aber auch reichen, sich einfach eine der alten CDs anzuhören, denn zu wenig hat sich wirklich geändert. Damit spart Ihr Geld. Oder greift doch lieber gleich zum Original. Die machen auch seit beinahe twanzig Jahren das Selbe.
5/10 - AvG


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