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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MR. DEATH

MR. DEATH

DETACHED FROM LIFE (31:35 min.)

AGONIA / TWILIGHT
Mr. Death schmücken sich zwar mit einem verheißungsvollen Bandnamen, mit Mitgliedern, die mit erwähnenswerten Bandzugehörigkeiten, wie beispielsweise Treblinka/Tiamat und Expulsion aufwarten können. Und man hat auch oben auf noch mehrjährige Bühnenerfahrung im Gepäck, trotzdem gibt es auf „Detached From Life“ so einiges, was das todesbleierne Herz dieser Tage nicht mehr zu erwärmen schafft. Angepriesen wird knüppelharter Old School Schwedentod, bei dem man gehörig abgehen soll. Dazu verspricht das Quintett Auftritte, die man so schnell nicht vergessen wird. Letzteres mag ja sein, nun wird sich manch einer nach der ersten Runde im CD-Player ob die Prognose eintreten wird. Technisch beherrschen die Jungs ihre Instrumente, daran besteht keinerlei Zweifel, der Sound kann sich auch ganz gut sehen lassen, und man merkt, dass diesen Schweden alle wichtigen Aspekte, die gute Death Metal Songs brauchen, irgendwie bewusst sind. Doch was unterm Strich übrig bleibt, ist dann eine ziemliche Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis. Es wird besonders in Sachen Gitarre und Schlagzeug geklotzt und mit harten Riffs nach vorne geprescht auf Teufel komm raus. Sänger Jocke Lindström schreit und grölt, als käme er gerade aus der Wuthöhle, man knüppelt sich den Weg martialisch durch die Gehörgänge. Dabei fällt dann spätestens beim dritten der insgesamt elf Tracks auf, dass der Melodiehahn komplett zugedreht wurde. Die Lieder fließen ohne bleibenden Eindruck zu hinterlassen und dabei vorhersehbar. Es fehlt diese typische raubeinige, derbe, unterhaltende Abwechslung in Sachen Melodiespiel, offen gestanden das „schwedische“ über den markanten Gitarrensound hinaus. Bei diesem Debütalbum spielt sich das Erlebnisfeld leider nur in der unteren Liga ab. Nehmen wir einmal als Referenz die Landsmänner Unleashed. Dann fragt man sich, deren 1991er Debüt „Where No Life Dwells“ in der Hand, warum „Detached From Life“ ganze 18 Jahre danach nicht irgendwie besser werden konnte als so, wie es ist. Bleibt zu hoffen, dass Mr. Death zukünftig mit ein paar kreativen Ideen und mehr Innovation an die Sache heran gehen, um vielleicht doch noch in eine Liga aufzusteigen. Dieses Mal bleibt man im Mittelfeld kleben.
5/10 - CG


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