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ALLE REVIEWS :: Index: 'A' :: ANNA KATHARIN ....

ANNA KATHARINA

SAITENSPRUNG (40:07 min.)

F.A.M.E RECORDS / EDEL
Mit „Saitensprung“ legt die Schandmaul Violinistin Anna Kränzlein nun bereits schon ihr zweites Soloalbum vor, das wie das erste Album eine sehr entspannt klingende Mischung aus Eigenkompositionen, klassischen und traditionell angehauchten Stücken bietet. Dabei aber durchaus eine Spur moderner als noch das erste Album klingt. Gerade die sehr toll gelungene Version von Edvard Griegs „In Der Halle Des Bergkönigs“ gibt da ein gutes Beispiel ab. Die Mischung aus Geige, Bass und Drums / Percussion gibt dieser Version eine ganz andere Dimension und ist wirklich sehr gut gelungen. Was aber auch für viele andere Stücke auf der CD gilt. Die Idee, die Geige in den Mittelpunkt zu stellen gelingt bei den Stücken wirklich sehr gut, und das Spiel von Anna Kränzlein wird von Bass und Drums auch immer wieder sehr gut und vor allem passend in Szene gesetzt. Wie z. B. beim sehr schwungvollen Opener „Captain Islay“ oder auch beim traditionellen Stück „Zigeunerweisen“, das ursprünglich von Pablo de Saraste stammt und in dem Anna Kränzlein wieder einmal beweist, dass sie neben dem schnellen Spiel auf ihrer Violine vor allem auch die sanften und leisen Töne beherrscht. Aber auch ihr anderes Instrument die Drehleier wird sehr gut in Szene gesetzt, bei „Nimbu Pani“ einem indisch orientalisch angehauchten Song, wird der Hörer im wahrsten Sinne auf eine Reise auf den Subkontinent mitgenommen und wird wohl nicht nur in dem Schreiber dieser Zeilen Fernweh aufkommen lassen. Und auch die anderen Songs fallen im Vergleich nicht ab. In „Geschüttelt – Nicht gerührt“ gibt die Künstlerin ihre durchaus gelungene Version eines James Bond mäßigen Soundtracks ab. Sie versucht sich durchaus mit Erfolg an einer Bach Partitur und veredelt dann auch noch Gesangstechnisch eine Version von Leonard Cohens Evergreen „Hallelujah“. Wenn man sich auf die fast rein instrumentale und sehr experimentell klingende Musik einlassen kann, dann bekommt man mit „Saitensprung“ ein wirklich mehr als interessantes und gutes Album. Die Musik klingt einfach sehr entspannt und zeigt wie interessant man durchaus klassische Musik in einem neuen Gewand darstellen kann. Fans von Schandmaul könnten zwar ihre Probleme mit dem Sound haben, da er fast gar nichts mehr mit den Liedern der Mittelalterrocker zu tun hat. Aber aufgeschlossenen Musikfreunden kann ich dieses Werk wirklich ans Herzen legen.
8,5 / 10 - TE


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