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ALLE REVIEWS :: Index: 'F' :: FJOERGYN

FJOERGYN

JAHRESZEITEN (53:21 min.)

TROLLZORN / SOULFOOD
Im Vergleich zum Vorgängeralbum präsentiert sich mit “Jahreszeiten” noch einmal ein fulminanter Progress der Thüringer. Ein titanisches Stück hartmetallener Schmiedefertigkeit, das sich keinen Genre-Dogmen unterwirft und damit eine ungeheure Vielfalt an Klangtypen aus diversen Subströmungen permutiert, wie ich sie in der Form ad hoc kein zweites Mal aufzählen kann. In der modern-heidnischen Variante von Vivaldi, die sich gleichzeitig noch mehr nach Smetana anfühlt, als die Moldau überhaupt Wasser fasst, ist so einiges drin. Und immer mehr, je öfter man die Scheibe rotieren lässt und ehrfürchtig paraphrasiert. Dynamische Sinfonie, Dramatik, klassische Passagen, das alles kombiniert mit Knochen-hartem, Pagan-Metal und vielen mitreißenden Volten, die sich am ehesten im True Metal-Bereich wiederfinden könnten. Und es gibt noch so vieles mehr, was sich nicht anders - und kurioserweise höchst sachlich - in Worten fassen lässt als in einem musikalisch-melancholischen Naturschauspiel, das man selbst erleben muss, um mitreden zu können. Hervorragend gelungen ist auch das Wechsel- und Zusammenspiel aus Viking-Vocals und harschen Growls bis Screams, die sich optimal in das epische Ganze fügen. Bin nun gespannt auf die Live Performance in dem Punkt. „Jahreszeiten“ besticht durch ein feinsinniges, poetisches Konzept, das den natürlichen Wandel einer personifizierten Welt entlang ihres immer wieder kehrenden Weges über das Jahr hinweg beschreibt, Gäas Segen, fürwahr. Allein schon für das, was Fjoergyn im zweiten Song, „Oh verklärte Welt“, in der Kadenz, die oberhalb von etwa 2:30 beginnt, gibt es haufenweise Extra-Credits. Wen interessiert da noch, dass es einmal „Ach“ statt „Oh“ heißt und einen Track weiter wieder vom Raub der Farbe die Rede ist… es müsste ja nicht immer Kreuzreim sein. Ist das ein Schlagreim? Aber Scherz beiseite angesichts dieses musikalischen Juwels. Auch mit den Texten hat man sich sichtlich liebevoll Mühe gegeben, viel in Details investiert und man erlebt es nicht oft, dass Texte und Musik dermaßen gut miteinander harmonieren, sich verzahnen und gemeinsam eine solche Atmosphäre zeichnen, wie im vorliegenden Fall. Eine weitere besondere Stärke des Dargebotenen besteht darin, dass nichts überladen wirkt, dafür stets stimmig und vollständig, kraftvoll und alles in allem nachhaltigst beeindruckend. Ein wahrhaft göttliches Werk.
10/10 - MG


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