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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: RE-VISION

RE-VISION

CHAPTER IV: …ALL FOR THE SAKE OF LOVE (57:51 min.)

SLEASZY RIDER / CMS/SONY
Hallelujah, es ist vollbracht – satte acht Jahre sind seit dem letzten regulären re-Vision-Album “Longevity” ins Land gezogen, und wer den Werdegang der Band in dieser Zeit verfolgt hat, der weiß, dass sich in dieser Zeit einiges verändert hat. Schon auf den drei superben, zwischen 2002 und 2004 veröffentlichten Demos (das auf dem „For The Sake of Love“-Demo 2004 verewigte „Shapeless“ etwa schaffte es dereinst auf einen der „Unerhört“-Sampler des Rock Hard) zeichnete sich ab, dass insbesondere die neue Sängerin Anke Willnat mit ihrer großartigen Stimme den Bandsound nachhaltig prägen und neue kompositorische Möglichkeiten eröffnen würde. Auf „Chapter IV: …All For The Sake Of Love“ ist zudem die Entwicklung des neuen, abgespeckten Line-ups nunmehr deutlich nachzuvollziehen – zwar hat es für eine Vielzahl der Demosongs auch zu Albumehren gereicht, jedoch können sich gerade Käufer der Limited Edition (welche zusätzlich die drei genannten Demos als Bonus-CD enthält) davon überzeugen, wie die Band in den letzten Jahren zusammengewachsen ist und ihre eigene Stimme gefunden hat. Exemplarisch sei hier „Chew ’Em Through“ erwähnt; hier ist aus einer etwas gemächlichen Powerballade ein knackiger, punkig angehauchter Abgehrocker geworden. Anno 2010 haben re-Vision demnach nur noch marginal etwas mit dem unorthodoxen, Dark Rock-geschwängerten Metal ihrer Frühphase zu schaffen, was nicht bedeutet, dass sich die Metamorphose der Band nicht logisch aus ihrer Vergangenheit ableiten würde; heutzutage dominieren hintergründig arrangierte Modern Metal-Perlen die Szenerie, getragen von Ankes mächtigem Organ und vorangetrieben von einer abwechslungsreich in Szene gesetzten Rhythmik sowie kompetenten Soundexperimenten an der Sechssaitigen, stets irgendwo zwischen beinahe schon funkigen Spielereien („Colours“ - trotz des schönen Hooks etwas zu forsch arrangiert) und zupackenden Modern Metal-Grooves („Lights On Me“ – super!) pendelnd – nicht umsonst setzt Meister Di’Anno seit Jahren auf die Qualitäten der Herren Lücker, Nowitzki und Düring, wofür sich die Drei bedanken, indem sie Paulchen mit einem gelungenen „Strange World“-Cover huldigen, in dessen Verlauf Produzent Devon Graves mitmischt und einmal mehr gekonnt den Ian Anderson gibt. Ein aufgeschlossener Geist und breit gefächerter Musikgeschmack jenseits allen Schubladendenkens ist für „Chapter IV: …All For The Sake Of Love“ zwar vonnöten, wer diese Voraussetzungen jedoch mitbringt, wird am stimmungsvollen Abwechslungsreichtum des Albums definitiv seine helle Freude haben. Dank der mächtigen Refrains fräsen sich Hymnen wie das seinem garstigen Text zur Ehre gereichende „Scream“, der eingängige Titeltrack, die sich bedacht steigernde Halbballade „While We Sleep“ oder der emotionale Rocker „Deep Fovea“ nachhaltig ins Langzeitgedächtnis und weisen so gehöriges Hitpotenzial auf. Einziger echter Wermutstropfen ist für mich, dass es der großartige Demosong „Cold Skin“ nicht aufs Album geschafft hat. Ein handfester Grund, sich flugs die limitierte Version zu sichern… Also, Leute: Ohren auf, hier gibt es so einiges zu entdecken und bei 14 Songs zudem value for money! http://www.myspace.com/revisionmetal
8,5/10 - PM (Gastautor)


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