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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: RIGER

RIGER

STREYF (63:34 min.)

DET GERMANSKE FOLKET / WORLD SERPENT
Irgendwie ist es doch schade, da geht man unverhohlen naiv mit derart abgelederten Reizthemen zu Werke und wundert sich am Ende, dass einen die normative Kraft des Faktischen einholt und in die unliebsame Ecke drängt. Den Ruf wird man leider nie mehr los, schnell ist etwa wieder auf dem Plan wer wen wann irgendwann einmal gegrüßt hat und so fort. Und die ungewollte Resonanz bleibt auch bei falsch verstandener Freude über das Ganze bestehen. Stichwort Ragnarök. Grundsätzlich frage ich mich in solchen Situationen, ob Pagan Metal nicht auch weniger plakative und dafür vielschichtigere Themenblöcke prominenter und intelligenter bearbeiten sollte, als zum zigsten Mal vermeintlich offene Klischees banal zu tradieren. Dann doch bitte konkret. Denn lässt man einmal das große Reininterpretieren außen vor, wird man auf der anderen Seite ohne Weiteres schnell als tumbe, deutschtümelnde Waldschratcombo abgetan. Und musikalisch schlägt man sich dabei alles andere als leichtgläubig. Death Metal-lastig fahren Riger ihre Schiene weiter, dass die Esse stöhnt. Schmissige Rhythmen treiben voran, und mitziehende Riffs bestimmen das Geschehen, vielleicht manchmal ein wenig zu selbstverliebt in einer griffigen Hookline, wenn der Song eigentlich schon hätte zu Ende gehen können, etwa bei zweiten Track, aber warum auch nicht. Denn Atmosphäre wird auf Streyf groß geschrieben, zweifelsohne. Im Zuge dessen wird das recht kräftige weil martialische Klanggemälde immer wieder von ruhigen, besinnlichen Parts aufgelockert. Zwar braucht die Scheibe bis zur Nr. 3, „Nachtmahr“, um sich richtig warm zu laufen, und die tiefen Growls liegen Fronter Ingo weniger als die kratzigen Vocals, unterm Strich bleibt jedoch eine sehr bis äußerst gelungene Angelegenheit bestehen.
8/10 - MG


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