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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MEGADETH

MEGADETH

ENDGAME (44:38 min.)

ROADRUNNER / WARNER
Da ist es endlich, das lang ersehnte Album von Mega-Dave, der band- und fanübergreifende Polarisator in der Metalszene. Ein Album, das auf großartige Experimente verzichtet und zurück zu den Anfängen geht, auf Tempo gedrillt ist und entweder das Ende von Megadeth darstellt oder einläutet. Dave ist Profi genug, kein wirklich schlechtes Album abzuliefern, aber die Erwartungshaltung dürfte größer sein als das, was das Ergebnis namens „Endgame“ tatsächlich zu leisten imstande ist. Man merkt dem Mastermind an, dass er in der Vergangenheit einiges durchgemacht hat und ziemlich angepisst ist, dementsprechend hart ist das Album ausgefallen. Man merkt, dass er an der Gitarre zuhause ist, denn das Album strotzt vor rasanter Solis. Und man merkt, dass der musikalische Schritt in die Vergangenheit bzw. zu den Anfängen konsequent gegangen wird, denn Thrash und Speed stehen an erster Stelle und prägnante Melodien eher ganz unten auf der Liste. Man muss sich also unvoreingenommen auf das Album einlassen und die formulierten Erwartungen, gesammelt aus den Veröffentlichungen der vorherigen Zeit, abstreifen. Dieses wird einigen Fans sicherlich nicht so leicht gelingen, zumal der Gesang des großen Herrn doch etwas zu wünschen übrig lässt. Stattdessen nimmt er sich immer wieder den Freiraum für Solis und die Finger über die Saiten flitzen, wobei schon der instrumentale Opener ‘Dialectic Chaos‘ seinen Fokus dokumentiert und mich als Hörer verwundert hat, da dieser Part in der Mitte oder am Ende des Albums vermutet wird. Seine Flitzefingerausflüge sind es letztendlich auch, die den Songs den Wiedererkennungswert rauben und so etwas wie einen Albumhit vereiteln. Seine Ausflüge in den Midtempo-Bereich sind eher weniger gelungen, worunter insbesondere ‘Bodies‘ und auch mit Abstrichen ‘44 Minutes‘ leiden. Wird dagegen das Tempo angezogen und David zieht seinen Soloausflug durch, gewinnt auch ‘Bodies‘ gegen Ende nicht nur an Fahrt. Ein wenig apokalyptisches Feeling versprüht dann der Titeltrack, der mir persönlich dann tatsächlich noch am besten gefällt. Gesangstechnisch wirkt Mustaine für mich noch hölzerner als Boltendahl und umso deutlicher offenbart es sich, wenn er sich an balladeske Parts wie in ‘The Hardest Part Of Letting Go…Sealed With A Kiss‘ heranwagt. Während produktionstechnisch alles im grünen Bereich ist und der druckvolle Eindruck unterstrichen wird, leidet „Endgame“ an grundsätzlichen Krankheiten, die auch durch des Masterminds Halsstarrigkeit bedingt sind. Ich komme so nicht umhin, aber das Album hat bei mir einen durchwachsenen Eindruck hinterlassen, was nicht automatisch deswegen hoch bewertet wird, weil Cheffe selbst mal wieder Hand an die Gitarre gelegt hat. David bleibt mit „Endgame“ seiner Maxime treu: Polarisieren ist oberstes Gebot.
7/10 - RB


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