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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MORRIGU

MORRIGU

THE NIOBIUM SKY (44:27 min.)

DARK BALANCE /
Bei Morrigu handelt es sich um eine Band aus unserem Nachbarland Schweiz, die mit „The Niobium Sky“ ihr zweites richtiges Album vorlegen, nachdem man neben der ersten CD bereits zwei EPs veröffentlicht hatte. Laut Labelinfo spielt die Band einen von keltischer Mythologie beeinflussten Dark Metal, der seine Wurzeln im Doom und Death Metal hat. Während das Erste ganz gut passt, so sind die Doom und Death Metal Einflüsse inzwischen doch etwas in den Hintergrund geraten, aber sie lassen sich immer mal wieder zwischendurch heraushören, wenn die Band das Tempo etwas anzieht, wie z. B. im Titeltrack und im recht flotten „Wallow In The Past“, wenn Sänger Sevi Binder von seinem sehr guten klaren Gesang auf Growlen umsteigt. In ein paar Sequenzen kann man auch die Doom-Vergangenheit erahnen. Auf „The Niobium Sky“ sind diese alten Einflüsse aber doch einer etwas methodischeren Ausrichtung gewichen. So setzt man anstatt auf Härte auf sehr viel Atmosphäre und eingängige Melodien, wodurch der Gesamtsound doch deutlich an Profil gewinnt. Am besten beschreiben kann man die Musik der Schweizer als einen Stilmix aus dem Gothic Metal der 90er Jahre, ich denke hier an Bands wie Cementary oder Sentenced, und etwas modernerem Metal, was vor allem an den Gitarren liegt, die neben wirklich traumhaft schönen und melodischen Leads immer wieder fast schon Stakkato-artige Riffs spielen, die doch stark an eher moderner geprägte Bands wie In Fames erinnern. Diese Mischung funktioniert sogar recht gut. Songs wie „Black Dust“, „Against The Sun“ oder auch „Wallow In The Past“ klingen sehr abwechslungsreich und schwanken immer zwischen einer recht melancholischen Ausrichtung, die gekonnt mit geschickt platzierten Keyboardsounds unterstrichen wird, und dieser gewissen Aggressivität. Auch wenn man sich inzwischen vom Death Metal etwas losgesagt hat, so gibt es doch immer wieder die eine oder andere aggressive Stelle, in der die Band das Tempo anzieht, so z.B. im wirklich guten und abwechslungsreichen Instrumentalstück „At The Gathering Of Stars“. Unterstrichen wird das Ganze von der sehr angenehmen Stimme von Sevi Binder, der wirklich über eine gute Gesangsstimme verfügt und immer wieder zwischen diesem klaren Gesang und Growls wechselt. Gerade bei den klaren Passagen schafft er es doch sehr viel Gefühl mit seiner Stimme zu transportieren und man fühlt sich doch das eine oder andere Mal etwas an die eine oder andere Emo-Band erinnert. Insgesamt ein wirklich gutklassiges Album, dem vielleicht die ganz großen Momente und Hits fehlen, das aber durchgehend gute Kost und sehr viel Abwechslung bietet und durchaus dem einen oder anderen Hörer gefallen könnte.
8/10 - TE


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