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ALLE REVIEWS :: VIRTUAL VICTI ....

VIRTUAL VICTIM

LOST IN MIND (53:27 min.)

TRAXXIT / EIGENVERTRIEB
Endlich, nach zwei Jahren folgt dem Debütalbum „Transmission“ mit „Lost In Mind“ das lang ersehnte neue Album von Virtual Victim. Um es direkt vorweg zu nehmen, es ist einfach ein tolles Album geworden, was sich deutlich von den Elektroveröffentlichungen der letzten Monate abhebt. „Lost In Mind“ kommt gänzlich ohne das momentan überall eingebaute technoide Gefiepse aus, ist im klassischen Elektrostil und hat einfach Power. Auf dem Album sind zehn abwechslungsreiche Tracks enthalten die, wie schon auf dem Debütalbum, wunderbare Melodien, gepaart mit harten Beats und verzerrtem Gesang enthalten. Das Album ist durch die flächig aufgebaute Atmosphäre in sich stimmig und es kommt zu keiner Zeit Langeweile auf. Hörgenuss die volle Spielzeit lang. Dabei geben sich Clubhits, die einem sofort in die Beine gehen und zumindest beim Hören im Wohnzimmer ein Mitwippen verursachen, und baladeske Songs die Klinke in die Hand. Auch Midtempo-Songs fügen sich nahtlos in das Gesamtwerk ein. Die jeweilige Stimmung der Songs passt hervorragend zu den Texten, die mal in Deutsch und größtenteils in Englisch gesungen werden. Für den Song „Hear Me Calling“ konnte Viktoria Seimar, Sängerin von Suicidal Romance, gewonnen werden und verleiht diesem durch ihre Stimme die richtige Atmosphäre. „Lost In Mind“ ist Dark-Elektro auf sehr hohem Niveau und wie auch schon der Vorgänger „Transmission“ perfekt produziert. Garanten für volle Tanzflächen dürften wohl „Bereit“ oder „Help Me“ aber auch langsamere Songs wie z. B. „Waiting“ sein, für Emotionen sorgen Songs wie „Bitter Love“. Auch das Coverartwork ist nicht ganz ohne. Chris hatte im Vorfeld eine super Idee und hat die Fans über MySpace, die Homepage etc. aufgerufen Fotos von sich per Mail zu schicken, um sie im Artwork einzubauen. Diese Idee wurde dann auch umgesetzt, so dass sich ein Großteil der Fans nun wirklich im Booklet wieder findet. Zudem finden sich im 16-seitigen Booklet auch alle Texte der Songs, was heutzutage auch nicht mehr Standard ist, ich persönlich aber super finde, da man so die Musik intensiver erleben kann wenn man die Texte kennt. Virtual Victim Mastermind Chris ist somit ein super Album gelungen, was zeigt, dass das Debüt keineswegs eine Eintagsfliege war und dass es doch noch möglich ist richtige Elektroalben zu produzieren die nicht im Einheits-Soundbrei enden. Die Höchstnote vergebe ich dieses Mal jedoch noch nicht, ich möchte mir lieber noch ein Türchen für das hoffentlich folgende dritte Album offen halten :-)

Wer jetzt Lust auf das Album bekommen hat kann dieses auf der Homepage unter http://www.virtual-victim.de für 13,50 Euro inklusive Porto und Verpackung ordern. Ich kann nur sagen: Zugreifen, es lohnt sich.
9,5/10 - SSO


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