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ALLE REVIEWS :: Index: 'A' :: AUTUMNBLAZE

AUTUMNBLAZE

PERDITION DIARIES (42:02 min.)

PROPHECY / SOULFOOD
Mit der Rückkehr von Arisjel erleben die zuletzt mehr oder weniger ad acta gelegten Black Depressive Rocker von Autumnblaze als Trio eine echte Renaissance. Fürwahr, Prophecy hat da ein echtes Juwel am Start. Und mit eben diesem Addendum ist ein Album entstanden, das irgendwie über der Schlucht zwischen Katatonia und Anathema zu schweben scheint, stimmungsvoll, dem Abgrund nahe – ein echter Hingucker und ein musikalisches Triangel, in dem sich durchaus auch ältere Tiamat-Anleihen finden lassen. Es leben die 90er. Gemäß den hier angelehnten Referenzen erwartet den Zuhörer eine abwechslungsreiche Scheibe, bei der kaum ein Song wie der andere ist. Klar, vereinen sich am Ende doch alle unter depressiver Schirmherrschaft, doch unternimmt man mit „Perdition Diaries“ eine Reise über gefühlsbetonte Landschaften aus Black Metal – auch was streckenweise die Stimme angeht, Gothic Metal und finsterstem Rock, hier doomig, da pushy, ein steter Fluss, den jeder anders erleben dürfte. Der einzige grundsätzliche Unterschied, den man meinetwegen zu Nocte Obductas großartigen Dokument „Sequenzen einer Wanderung“ ausmachen kann, wäre wahrscheinlich die Aufteilung der Tracks, die hier manchmal nicht 100% schlüssig scheint, es fehlen ein wenig die Übergänge. Der Sound ist gut gelungen, für meinen Geschmack tritt der Klargesang ein wenig zu sehr in den Hintergrund, etwa im Vergleich zu „The Great Cold Distance“ (Katatonia). Ganz so heiser gelallt, wie die Lyrics manchmal ausgeführt werden, muss es bei den Screams auch nicht zugehen - überhaupt könnte es noch weniger Black Metal sein. Die eine oder andere Facette gehört also noch geschliffen. Dennoch, die Vergleiche den aufgeführten Großen zeigen, dass aus der Rückkehr zu den Wurzeln und der dazwischen vergangenen Zeit ein mehr als gelungenes Werk resultiert. Die Art Album hat schon Seltenheitswert.
8,5/10 - MG


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