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ALLE REVIEWS :: Index: 'F' :: FOREST STREAM

FOREST STREAM

THE CROWN OF WINTER (59:57 min.)

CANDLELIGHT RECORDS / IMPORT
Mit Forest Stream stellt sich eine recht interessante Band aus dem kleinen russischen Ort Chernogolovka vor, die es bereits seit 1995 gibt, aber mit „The Crown Of Winter“ erst ihr zweites volles Album abliefert. Auf jeden Fall kann man der Band schon mal ein gutes Händchen bei der Wahl des Bandnamens bestätigen, denn ähnlich wie der Klang des Namen lässt sich auch die Musik der Russen beschreiben. Die Musik der Band liegt irgendwie in der Schnittmenge zwischen anspruchsvollem durchdachten Gothic Metal, starken Doomanleihen, und Death- und Black Metal, ohne dass das Pendel nun zu stark in eine dieser Richtungen ausschlagen würde. Die Band schafft es immer eine gesunde und sehr gelungene Mischung aus diesen Bereichen zu gestalten. Um zu der eingangs erwähnten Metapher zurückzukommen, so strahlt die Musik am Anfang noch etwas von einem kleinen Bach aus, der gemütlich durch einen dicht bewachsenen Wald fließt. Genau solche Bilder hat man beim sehr atmosphärischen Intro „Feral Magic“ vor sich. Ein wirklich gelungenes Stück das einen wirklich gut in die musikalische Welt der Russen einbringt. Im Verlaufe der Reise verändert sich der Bach langsam aber sicher in einen größeren Strom der immer mächtiger und gewaltiger wird. So erlebt man im elfminütigen Titeltrack des Albums eine wirklich interessante Reise durch feinsten Gothic Metal, über starke Doom Riffs, über sehr schön klingende atmosphärische Parts die teilweise mit einer Sängerin unterlegt sind bis hin zu recht aggressiven Parts, die schon deutlich heftiger als der Anfang des Albums klingen. Herausgekommen ist dabei ein wirklich starkes und abwechslungsreiches Stück, dass einen sofort in seinen Bann zieht. So stark geht es dann auf dem Album auch weiter. Bei den nächsten Liedern steigert sich der Härtegrad dann noch etwas weiter und bei „Mired“, „Bless You To Die“ und „The Seventh Symphony Of Satan“ setzt man dann neben sehr harten und schnellen Riffs und den starken klaren Vocals auch immer öfters Death Metal Growls und leichtes Black Metal Gekreische ein, was sich aber genauso perfekt in die Songs einfügt wie all die anderen Stilmittel. Trotz des gestiegenen Härtegrads wirken auch diese Lieder immer sehr eingängig und wohlklingend und nie hat man das Gefühl, dass diese Aggressivität nicht passen würde. Zu stark vermischt man diese Wutausbrüche aus starkem Black Metal mit den mächtigen heran walzenden Doomriffs und man unterlegt diese immer wieder mit wunderschönen Keyboardsequenzen, welche einen sehr guten Gegenpol zu den härteren Passagen bilden um den Hörer immer wieder zum Träumen einzuladen. So bleibt unter dem Strich ein mehr als interessantes Album das dem Hörer eine wirklich interessante musikalische Mischung verspricht und aufgrund vieler starker Riffs und seiner magischen Atmosphäre zu gefallen weiß aber dem Hörer auch einiges abverlangt. Denn zunächst einmal muss man sich in die Musik der Russen einarbeiten. Denn die teils überlangen Songs sind schon recht komplex gestaltet und man braucht erst einmal ein paar Durchläufe bis man sich an die Musik heran getastet hat. Dann aber hat man mit „The Crown Of Winter“ ein mehr als interessantes Album vorliegen.
8,5/10 - TE


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