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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MACBETH

MACBETH

GOTTESKRIEGER (48:27 min.)

MASSACRE RECORDS / SOULFOOD
Mit MacBeth aus Erfurt stellt sich nicht etwa eine neue Band vor, ganz im Gegenteil, die Geschichte der Band geht doch recht weit zurück, und zwar bis ins Jahr 1985. Nachdem man sich bereits zweimal auflöste, jeweils wegen einem tragischen Todesfall innerhalb der Band, so tat man sich 2003 erneut zusammen, und legt nun mit „Gotteskrieger“ das zweite Album vor. Auch wenn man also keine sehr große Diskographie vorzuweisen hat, so kann das Material auf „Gotteskrieger“ aber dennoch recht gut überzeugen und gerade spielerisch zeigt sich doch, dass die Band schon einiges an Erfahrung vorzuweisen hat. So gibt es musikalisch eine Mischung die irgendwo zwischen traditionellem Heavy Metal, Power Metal und Thrash liegt, die aber durch die Gitarrenarbeit einen recht modernen Anstrich bekommen hat. So schwenkt die Musik immer wieder zwischen härteren, treibenden Passagen und sehr melodischen Sequenzen, so dass die Lieder wirklich sehr abwechslungsreich wirken. Zudem schafft es die Band auch immer wieder sehr interessante Solis in die Musik einzustreuen. Dank eines sehr eingehenden Grooves können Stampfer wie der Opener „Unter Dem Beil“ oder das sehr schnelle „Hunde Wollt Ihr Ewig Leben“ direkt überzeugen. Mit einer Neuaufnahme des Klassikers „Das Boot“, das wirklich sehr interessant klingt, auch wenn man die Melodie eigentlich inzwischen nicht mehr hören kann, dem mit einem Kindergesang angereicherten und etwas an Gothic-Metal erinnernde „Maikäfer Flieg“ und dem abschließenden „Am Grab“, das recht abwechslungsreich und gekonnt mit sowohl harten Riffs und sanft klingenden Streichern sowie entspannten Akustikgitarren sehr stark inszeniert wurde, hat man auch ein paar Nummern auf dem Album die etwas aus dem Rahmen fallen, aber dafür sorgen, dass die Scheibe so schnell nicht langweilig wird. Erstaunlich ist, dass man trotz des Namens MacBeth, den man ja sehr stark mit Shakespeare verbindet nicht auf englische Texte sondern auf deutsche Texte setzt, die von Sänger Olli Hippauf in bester Rammsteinmanier mit rollendem „R“ gesungen werden. Inhaltlich können die Texte sehr überzeugen und zeugen vor allem von der Auseinandersetzung mit eher ernsteren Themen wie Verlust, Krieg und Terrorismus. Insgesamt ein mehr als interessantes Album das wirklich für gute Unterhaltung sorgt und aufgrund sehr vieler starker Riffs und Melodien zu überzeugen weiß und mehr als den einen oder anderen Fan aus dem Bereichen Thrash und Powermetal ansprechen sollte.
8/10 - TE


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