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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BEARDFISH

BEARDFISH

DESTINED SOLITAIRE (76:19 min.)

INSIDE OUT / SPV
Ich muss gestehen, mit Beardfish konnte ich in der Vergangenheit nie besonders warm werden, denn irgendwie schienen sie für mich nur ein Aufguss der Schnittmenge zwischen Spock’s Beard und The Flower Kings zu sein. Völlig unverständlich war für mich daher auch warum Dream Theater-Oktopus Mike Portnoy die Band immer und überall über den Klee gelobt hat. Ich muss sagen, nach den ersten Hördurchläufen von „Destined Solitaire“ ist es mir nun absolut klar! Natürlich liegen Beardfish auch mit dem aktuellen Album immer noch in der Schnittmenge oben genannter Bands, aber sind wir mal ehrlich, welche neuere Band aus dem Neo-Progbereich tut das denn nicht? Der Erfolg Beardfishs begründet sich allerdings in den feinen Nuancen, die sie wiederum abheben und zu etwas Eigenständigem werden lassen. Als Paradebeispiel sei hier „Coupe de grâce“ genannt, das mit Akkordeonharmonien französische Stimmung erzeugt. Im weiteren Verlauf des Songs wird geschickt in für Neo-Prog typische Captain Future Moog-Sounds gewechselt. Ein weiteres Highlight stellt für mich „Until you comply/Entropy“ dar, bei der Beardfish auch gerne mal in jazzigere Gefilde abdriften. Getragen wird das ganz hervorragend von Rikard Sjöbloms Stimme, die ohnehin über alle Zweifel erhaben ist und mit Sicherheit auch eine Ausbildung in Richtung Jazz erfahren hat. Das Schöne ist allerdings dass der gute Mann bei rockigeren Tönen zu überzeugen weiß (wie etwa bei „In real life there is no algebra“). Wenn ich nun noch weitere Songs nennen würde, die empfehlenswert sind, würde ich am Ende die gesamte Tracklist aufgeführt haben, also bitte einfach komplett hören! „Destined Solitaire“ bietet auf der gesamten Länge immer wieder faszinierende Elemente, die man auch noch nach dem zehnten Durchlauf neu entdecken kann. Musikalisch ist ebenfalls alles im grünen Bereich. Die vier Schweden haben ihr Handwerk gründlich studiert und es gibt beim besten Willen nichts am Können der Jungs auszusetzen. Dennoch möchte ich jedem interessierten Proggie ans Herz legen, erst mal hineinzuhören, denn Beardfish sind nun mal irgendwie anders und ich kann mir vorstellen, dass sich auch an diesem Album die Geister scheiden werden. Für mich schon jetzt eins der besten und beeindruckendsten Neo Prog-Releases des Jahres.
9,5/10 - AB


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