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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: ROME

ROME

FLOWERS FROM THE EXILE (43:51 min.)

TRISOL / SOULFOOD
Bei dem Tempo, in dem Jerome Reuter seit drei Jahren Alben und EPs veröffentlicht, könnte man beinahe Angst bekommen, dass ROME irgendwann abflachen, langweilig werden oder sich gar selbst kopieren. Dem ist nicht so! ROME schaffen es Quantität und Qualität gleichermassen zu halten und hängen die Messlatte mit jedem neuen Release auch noch ein Stück höher. Anspruchsvolle, eingängige Musik, die Elemente aus Neofolk, Martial Pop, Singer-/Songwriter, Ambient, historischen Samples und unzählige weitere Facetten auf so kunstvolle und eingängige Art und Weise verbindet, dass man als Hörer zwei Möglichkeiten hat: Entweder man folgt gebannt, mitwippend, mitschwelgend, den herrlich eingängigen Melodien, der melancholischen Stimme Jerome Reuters und dem Geschick, jedes Lied zu einem poppigen (im positiven Sinne!) Ohrwurm zu machen. Oder man begibt sich auf die tiefe (Gedanken)reise ins Innere des Konzeptes, welches hinter jedem Album steckt. Aktuell geht es um das äußere Exil, die Heimatlosigkeit, die Reise ins Innere, die Sehnsucht und das Ganze metaphorisch „erzählt“ anhand des spanischen Bürgerkrieges. Da tauchen Hemmingway und Federico Garcia Lorca auf und wo auf dem expressionistischen „Masse, Mensch, Material“ der Wahlspruch noch „Es lebe die Freiheit!“ hieß, lautet er jetzt: „Einmal ins Innere“.
Hörer, die die ersten beiden Alben von ROME liebten, werden vielleicht behaupten, dass ROME mit jedem weiteren Werk, insbesondere „Flowers from the Exile“ immer poppiger (im negativen Sinne!) geworden sind. Sicher, eine gewisse Leichtigkeit im Songwriting und in der Instrumentierung zieht sich durch das neue Album. Man höre nur das grandiose „The Secret Sons Of Europe“ mit seinen Flamenco-Gitarren. Aber diese sonnige Atmosphäre ist ein Tribut an Spanien, die Leidenschaft und die Liebe („We Who Fell In Love With The Sea“), was durchaus nicht konträr zur lyrischen Thematik stehen muss uUnd ROME vor allem nicht daran hindert, weiterhin ergreifend, elegisch schön zu sein und schwermütige Balladen („Odessa“) zu schaffen, bei denen es einem wohlig den Rücken runter schauert, neben denen wieder apokalyptisch ausufernde Songs wie „A Legacy Of Unrest“, mit seinen treibenden Drums und unzähligen Akustikgitarren oder wunderbar elegische Hymnen wie „Swords To Rust – Hearts To Dust“ stehen. Alles in allem sind ROME immer noch ein Garant, für die perfekte Einheit aus anspruchsvoller Kunst und gefälliger Musik, so dass ich an dieser Stelle aufhöre, noch weitere Anspielstipps zu nennen – na gut, einen noch, die grandiose Vorabauskopplung „To Die Among Strangers“ – denn auf diesem Album ist jeder Song ein Genuß, an genau der richtigen Stelle, keine Ton zuviel, keine Melodie zu... Kurz: Perfekt!
10/10 - TS


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