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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: ROSSOMETILE

ROSSOMETILE

TERRENICA (44:11 min.)

MY KINGDOM MUSIC / ROUGH TRADE
Ich gebe ja zu, als ich sah; dass es sich bei Rossometile um eine italienische Prog-Band handelt, schrillten bei mir die Alarmglocken. Auch wenn man natürlich keine Vorurteile haben sollte, so kommt mir bei den Begriffen Prog und Italien immer die Art von Band in den Sinn, die auf Teufel komm raus versucht eine Band wie Dream Theater technisch und spielerisch in die Tasche zu stecken und deren Songs dementsprechend nur aus instrumentalen Versatzstücken besteht, die man nur mit sehr viel guten Willen als Songs bezeichnen kann und deren Länge sich sehr oft jenseits der Zehn Minuten Marke befindet um somit die Nerven des Hörers doch extrem zu strapazieren. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf hatte ich mich an das Hören dieser CD gemacht und wurde dann eines Besseren belegt, denn mit dieser Art von Band haben Rossometile rein gar nichts zu tun. Ich würde ihre Musik jetzt auch nicht zwingend als Prog bezeichnen, zumindest nicht in dem Sinne von Dream Theater, die auch vom Plattenlabel als Anhaltspunkt geliefert werden, übrigens neben The Gathering, Rush oder auch Klimt 1918. Progressiv vielleicht eher im Sinne von Porcupine Tree, auch wenn die Italiener um die Frontfrau Angela Grassi musikalisch nicht so viel mit den Briten gemeinsam haben. Aber sie verfolgen einen ähnlichen Ansatz wie die Band um Steven Wilson. Rossometile versuchen ihre durchaus vorhandenen komplexen Arrangements, zumindest in Teilen der Songs, in kürzeren und eingängigen Songs unterzubringen, was mal mehr oder weniger gut funktioniert. Musikalisch ist das Ganze dann eine recht bunte Mischung aus etwas härteren Gitarrenpassagen, von Keyboards getragenen atmosphärischen Parts, ruhigeren Rockmomenten und einem ganz deutlichen Popeinschlag. Was sich jetzt schon in der Theorie sehr gewagt anhört, klingt in Natura dann auch so. Licht und Schatten wechseln sich auf dem Album doch recht stark ab. Beginnt das Album noch recht viel versprechend mit dem starken und rockigen Titeltrack und dem recht guten „In Viaggio“, bei dem die Band schon eine etwas ruhigere Gangart zeigt, um sich dann bei den nächsten Liedern dann in einer völlig belanglosen Mischung aus Italo-Pop/Rock zu verlieren, wo man sich dann erst einmal fragt was dies jetzt noch mit der vom Label vorgegebenen Bezeichnung „Progressive Dark Metal“ zu tun hat. Erst auf den Songs „La Grande Piramide Pt. 1 + 2“ kehrt die Band wieder in etwas härtere Bereiche zurück und weiss mit den letzten beiden Songs „Come Stai“ und „Domani“ zumindest noch phasenweise zu gefallen, da die Band bei diesen vier Songs noch mal etwas aufs Gaspedal drückt und zeigt, dass sie auch durchaus anders kann. So manche Passage weiss zu gefallen und zeigt Einfallsreichtum und spielerisches Können. Über die ganze Strecke gesehen ist es aber dann doch zu wenig um komplett zu überzeugen. Zu substanzlos wirken die mittleren Songs die sich wirklich nur in sehr weichen Popgefilden bewegen. Was dieses noch etwas herausreißt, ist die durchaus angenehme und kraftvolle Stimme von Sängerin Angela Grassi, die passend zu den einzelnen Songs mal sehr gefühlvoll und zerbrechlich, oder auch kraftvoll klingt. Wirklich eine tolle Leistung. Leider kann das Instrumentale da nicht mithalten. Zu stark ist das Gefälle zwischen den einzelnen Songs. Eigentlich schade. Diese tolle Stimme hätte etwas anderes verdient.
6/10 - TE


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