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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MORBID MIND

MORBID MIND

DEADLY INCORPORATED (56:52 min.)

ALL-IN SOUND / NEO/SONY
Das Berliner Quintett hat das Ohr an den aktuellen Geschehnissen, denn textlich beschäftigt man sich mit der Finanzkrise und nutzt „Deadly Incorporated“ als Sprachrohr, um die Entwicklungen anzuprangern und der Menschheit den Spiegel vorzuhalten. Letztlich bleibt nichts als Ohnmacht zurück, denn bekanntermaßen regiert Geld die Welt und stürzt dieses Kartenhaus zusammen oder bekommt Risse, wird in erster Linie der kleine Mann mitgerissen. Gesegnet mit dieser lyrischen Basis haben sich die Berliner also hingesetzt und ihre Wut in dreizehn Tracks verpackt, die die aufgestauten Aggressionen entladen und trotz der weltwirtschaftlich in Gang gesetzten Abwärtsspirale einen musikalischen Leckerbissen entstehen lassen sollen. Trotz der recht düsteren Eingangsvoraussetzungen ist „Deadly Incorporated“ ein Album mit harten Riffs, Tempo und melodischer Eingängigkeit geworden, wobei sich das Ohr an der rauen und harten Stimme von Sänger Jonas reibt und zwischen Faszination und Stirnrunzeln hin und hergerissen wird. Aber es sich bisher auch keiner am Gesang von Udo Dirkschneider gestoßen, der hier nur als indirekter Vergleich herangezogen werden soll, denn Jonas hat eine eigene, etwas angepisst wirkende Art zu singen, weiß aber zu variieren und kann wahrlich überzeugen. Was mich an „Deadly Incorporated“ jetzt besonders fasziniert, kann ich noch nicht mal genau sagen, denn hier macht es wohl die Summe der Zutaten. Einerseits die trockene Art zu musizieren, scheinbar emotionslos auf den Punkt zu kommen und einfach nur die Bratgitarren sprechen zu lassen. Andererseits die melodischen Einwürfe, die Songs wie das herausragende ‘Apocalypse‘ veredeln und zeigen, dass die Jungs für alles andere stehen als für stumpf hingerotzten Metal. Wenn man dann noch die mitreißenden Refrains und Mitsingparts addiert – ‘Pain‘ wird sich sicherlich zum Liveknüller entwickeln – erhält man ein düsteres Stück Metal, dass herausstechende Songs enthält und durchgehend zu gefallen weiß. Dazu wird es sich nicht so schnell abnutzen, so dass die Halbwertzeit als zusätzlicher Bonus gewertet werden kann. Abgeschlossen wird der Rundling durch ein atmosphärisch dichtes Instrumental, wo melodische Gitarren im Vordergrund stehen und man eine weitere Seite offenbart, die man zukünftig auch gerne als vollwertigen Song darbieten kann. Zum Abschluss gibt es von mir also Acht Punkte für ein interessantes Album einer Band, die eine geradlinige Ausrichtung mit eigener Identität vorzuweisen hat und in düsterer Manier mit melodischen Tupfern auch in Sachen Songwriting überzeugt.
8/10 - RB


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