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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: ROUGH SILK

ROUGH SILK

A NEW BEGINNING (62:08 min.)

DOCKYARD1 / SOULFOOD
Was heißt denn hier neuer Anfang, nur weil die Band nach ihrem gelungenem Werk, "End Of Infinity" sechs Jahre geruht hat? Man ist musikalisch nämlich wieder bei der widersinnigen Melange von "Symphony Of Life" angelangt. Und die war fürchterlich extrem. Ich konnte damals noch heute weder von Innovation noch von Abwechslung reden, sondern eher von einer wilden und willkürlichen Mischung von Stilrichtungen, die nur bedingt zueinander finden. Ich hoffe nicht, dass das Label die Formation zu diesem Zuge gezwungen hat. Da hatte Point den besseren Riecher für gute Tracks. Ich hatte mir das anstehenden 20jährige Bandjubiläum etwas anders vorgestellt. Ferdy Doernberg, Gitarre, Keyboard, Songwriter, Texter und Kopf der Band singt, nein krakehlt oder feilt sich einen zurecht, je nach Sicht des Betrachters. Ich finde die Vocals einfach nur fies. Der Opener "A New Beginning" wird die wenigsten mit schlechten Udo Dirkschneider-Kopie-Vocals in der Strophe erfreuen, während man im Refrain mitsamt den Chören irgendwie nach Alice Cooper klingt. Direkt der zweite Beitrag, "A Song For Hilmer" stößt den ersten Stilbruch an. Vom tumben Metal zum Piano-Ballädchen. Knapp über sieben Minuten lang erklingen die letzten beiden davon in einem sanften E-Gitarren-Solo. Irgendwie hat man das Gefühl, daß Ferdy bei den ruhigeren Phasen einen deutschen Akzent hat, obwohl das gar nicht möglich ist. Er spricht perfekt englisch. Auf jeden Fall ist dieser Singer/Songwriter-Exkurs absolut fade. Die schöne Seite des Liedes ist, daß es für das verstorbene Gründungsmitglied und Gitarrist Hilmer Staake geschrieben wurde, der 2006 verstorben ist. Übrigens hat die Promo-Abteilung mir eine Download-CD geschickt, auf der die Play-List etwas durcheinander geraten ist. Auf der Original-CD liegen die einzelnen Tracks an anderer Stelle. "Black Leather" hat einen Schunkel-Hymnen-Refrain der so voller Klischees ist, dass sich mir der Magen umdreht. "We`ve Got A File On You" könnte dafür auf einem Toten Hosen Album stehen. Dieses Stück Punk kann nicht ernst gemeint sein, klingt aber recht cool. Hier kommt der trockene Mix der Musik auch nicht so gravierend abstoßend rüber wie bei den anderen Songs. Das stört um einiges. Der Stampfer "Deadline" ist der erste Track der mir richtig gefällt. U.D.O. wäre stolz wenn sie wüßten welch Einfluß sie manchmal ausüben. Mit "Home Is Where The Pain Is" wollte man wohl den gleichen Effekt erzielen wie mit "Deadline". Hat nicht geklappt. Dieser Stampfer ist 08/15-Material. Eine vor lauter Klischees triefende, hymnische Ballade gefälligst? "We All Need Something To Hold On To In This Life" kämpft mit Doro`s "Herzblut" um den Titel der schlechtesten Schnulze des Jahres. "When The Circus Is Coming To Town" schickt Grüße an Thin Lizzy und wer noch Ennio Morricone kennt, der in den 60er-Jahren die Italo-Western musikalisch veredelt hat, der kriegt bei "Sierra Madre" sein Fett weg, bevor der immer mal wieder durchluckende Metal einsetzt. Hier gibt es zu viele Spielereien um alle aufzuzählen und ich bin jetzt schon strubbelig. Aber ihr seht, auch weniger ansprechende Silberlinge kriegen beim Obliveon eine längere Rezension.
4/10 - SBk


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