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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BLACK HEAVEN

BLACK HEAVEN

NEGATIV (68:25 min.)

SCANNER / NOVA MEDIA
Das ist negativ... Nein, ich versuche jetzt gerade nicht, meine derartige Situation, die Schule, das Wetter oder einen Schwangerschaftstest zu beschreiben, sondern das neue Album von Black Heaven, das seinen Geburtstag vor knapp zwei Monaten gefeiert hat. Black Heaven ist euch kein Begriff? Okay, gut... kleine Band aus Köln (bestehend aus Martin Schindler und äh... Martin Schindler!), sechstes Studioalbum, vorherige Projekte sind Mantus und Sepia gewesen und am Start ist ab und an auch Tina, die Martin vokal unterstützt. Verköstigt wird der geneigte Hörer mit einer Mischung aus Gothic/Darkwave und einer Prise Elektrosound. Alles klar? Dann kann ich ja loslegen... Der erste Gang in Martin Schindlers Menü ist ein bombastisch-monumentales Klangwerk, getauft auf „MMVIII“, sozusagen ein rockiger Aperitif. Die gut mundenden Stückchen gleich vorweg: Mein Lieblingshäppchen ist „Weiße Lilie“, das dramatisch anfängt, auf Bombast rauswill und dann doch mit so schön melancholisch-verträumten Streichersynthies und einem gleichmäßigen Wortfluss Ruhe pur bewirkt. Hier werden dann fast Erinnerungen an Unheilig wach, stimmlich gesehen befindet sich Meisterkoch Martin nämlich zwischen einem Mix aus Falco und Unheilig, tief und erzählerisch. Auch „War Atrocities“ ist ein besonnener Gang, und „Egal“ ist mindestens genauso romantisch-schwebend mit schwelgenden female Vocals. Das gehauchte „Egal“ klingt dabei zwar immer wie „Engel“, das passt aber eh besser auf den Charakter des (11.) Gerichts. Was flotteres erwünscht? Dann sind der groovige Ohrwurm „Kill The Pain“ und die treibend-stampfende gesanglose Walze „Decadence“ wohl eher was für die Ohren. Hier geht es deutlich frischer zu! Aufpassen muss man beim pathetisch-schmalzigen „Von hier zu den Sternen“, das gesanglich etwas kraftlos auf den Magen schlagen kann. Und auch „Violent Acts Of Hate“ und „Etwas“ könnten schwer verdaulich sein, geht doch das orientalisch gewürzte Gameboygeplänkel ab und an auf den Senkel. Supermario lässt grüßen!
Tja, als Dessert Nr. 1 gibt´s dann „Negativ“, ein nettes vorwärtsmarschierendes Ohrwürmchen mit ansprechendem Text, und damit das Menü abwechslungsreich endet, gibt man das mittelalterliche „Veitstanz“ (ohne Zusatzstoffe, äh... Gesang!) und „Leiermann“ (von Franz Schubert, schön klassisch!) dazu. Die fallen zwar ein wenig raus aus dem Gesamtkonzept, sind aber absolut klasse! Immer noch nicht satt? Dann schaltet man einfach zur Multimediasection über, denn damit auch wirklich jeder zufrieden ist, gibt´s noch Poster, Bonustracks und ein tolles Artwork von MiraLob. Da sind dann auch die Texte (englisch und deutsch) abgedruckt, die aus dem Leben gegriffen sein sollen, aber mit denen ich mich nicht immer identifizieren kann. Gut, vielleicht verläuft das Leben der Kathi in etwas anderen Bahnen...
Fazit: Hier gibt´s viele sphärisch-verträumte Klangwelten zum Ab-und Entspannen, und wenn Vergleiche mit Unheilig und Blutengel anfallen, kann ich diese nur bestätigen. Keine Ahnung, warum das Werk ausgerechnet „Negativ“ sein soll, meiner Meinung nach trifft das nicht zu! Mahlzeit!
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