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ALLE REVIEWS :: Index: 'W' :: WOTAN

WOTAN

EPOS (66:42 min.)

EAT METAL / GRIECHENLAND-IMPORT
Für Epic-Metal-Freaks ist das Zweitwerk der norditalienischen Combo Wotan ein Must Have-Werk. Keinen Jota haben sich die Mailänder mit „Epos“ von ihrer einmal eingeschlagenen Linie als die einzig wahren Manowar fortbewegt. „Epos“ knüpft nahtlos an das Debüt „Carmina Barbarica“ an und steht somit in der Tradition der besten Manowar-Alben von „Battle Hymns“ über „Into Glory Ride“ und „Hail To England“ bis hin zu „Sign of the Hammer“. An diesem Punkt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man lehnt Wotan als puren Manowar-Clone ab oder man folgt dem Ex-Manowar-Gitarristen Ross The Boss, der dem Gespür der Band für erstklassige Songs vertraute und auf zwei der Tracks somit Credits als Gastmusiker bekommen hat. Aber auch unabhängig von diesem Namedropping haben Wotan es geschafft, ein monumentales Epic-Werk vorzulegen, auf welchem sie mit jedem Riff, jedem Chor und jeder Gesangszeile den Spirit der Metal-Barbaren atmen. Und sie zeigen dabei auf, dass es durchaus nicht von Nöten ist, Texte zu schreiben und Cover zu verwenden, bei denen a) der Mann an sich glorifiziert und b) das weibliche Wesen zum reinen Sexobjekt degradiert wird. Vielmehr zeichnen sich Songs wie der brachiale Opener „Drink In The Skull Of Your Father“, „Spartacus“ oder der Rauswerfer „Ithaca“ durch echtes Interesse an europäischer Geschichte und ihren Sagen auf. Mit „Mother Forest“ (mit Ross The Boss mal statt an der Gitarre am Piano) hat man eine nette Ballade geschaffen und mit „Foggy Dew“, einem keltisch inspirierten Stück inklusive irischem Dudelsack, bietet mal ebenso Abwechslung auf einem überlangen Album. Sänger Vanni Ceni versucht sein Vorbild Eric Adams bis ins kleinste Detail zu kopieren, schafft dies auch mit teilweise verblüffendem Erfolg, wenngleich er nicht ganz die Qualitäten des Vorgenannten erreicht. Was allerdings kein Wunder ist, zählt dieser doch sicherlich zu den zehn besten und originellsten Sängern des Genres.
Den einzigen Vorwurf, den man den Italienern – abgesehen von der mangelnden Innovationskraft – machen kann, ist das den zumeist im epischen Mid Tempo daherkommenden Tracks zwei bis drei schnelle, aggressive Hymnen fehlen. Ein Umstand, welcher „Epos“ die zehn Punkte kostet. Nichtsdestotrotz ein Album, welches die letzten fünf bis acht lauwarmen Manowar –Aufgüsse um Längen toppt.
Wotan, die echten Manowar!
http://www.eatmetalrecords.com; http://www.wotanmetal.com
9/10 - SBr


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