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ALLE REVIEWS :: OBLIVION999

OBLIVION999

ILLUSIONS PAINTED FOR ME ALONE (56:40 min.)

EIGENPRODUKTION / ITALIEN-IMPORT
Den „So-eine-Art-von-Deathern“ von Oblivion999 verzeiht man schnell, dass auf „Illusions Painted For Me Alone“ irgendwo grundsolider Schweden-mäßiger 90er-Death und wechselseitig, allein dem Gitarrensummen nach, auch Anleihen aus Florida & Co. mit einer gehörigen Portion Thrash-Metal vermengt und anschließend typisch südeuropäisch verfeinert wird. Schließlich kommt das Quintett aus Modena. Nun, von der italienischen Melodic-Death-Komponente her kommt es wohl auch zu den diversen Core-Nuancen, etwa bei den Vocals. Mit dieser Konzeption kann man an sich beinahe zufrieden sein. Obwohl es sich dann mit „Illusions Painted For Me Alone“ nicht um ein Konzeptalbum im eigentlichen Sinne handelt, schildern andererseits sämtliche Lyrics verschiedene Gemütszustände, wohl der gleichen Person, aus der Ich-Perspektive. Ein vielversprechendes Lay-Out zeigt sich also auch in diesem Punkt. Die Songs selbst kommen nach dem hübschen Intro agressiv und wutgeladen daher, konsequent und abwechslungsreich mit recht eingängigen Refrains, bis dann der siebte der 13 Tracks, "Side A / Side B", vielleicht in der Tat so etwas wie eine zweite Spiel-Hälfte einleitet. Hier geht es dann einen Tick melodischer und feingliedriger zu, gegenwärtig sind auch eine ganze Reihe interessanter Stilelemente. Einen echten Schluss mag man vermissen, allerdings sei daran erinnert, dass es sich offiziell eben nicht um ein Konzeptalbum handelt. Ein recht solides Stück Blei haben die fünf Jungs geschaffen, auch als Eigenproduktion gut gelungen. Einzig die Leistung von Frontman Stefano reicht nicht so ganz an die Fertigkeiten seiner Mitstreiter an Klampfen und Kesseln heran. Über die Ausführung an sich kann man sich natürlich streiten, ist dabei aber nicht wichtig. Dazu kommt nämlich noch, dass die Vocals nicht besonders geschickt gemischt wirken, fast nervig sind, was dazu führt, das der gesamte Sound eine Spur hölzern und scheppernd wird. Wie so oft steht und fällt eben mit der Stimme einiges, und so kommt es, dass sich am Ende auf das ansehnliche, weiß gestaltete und gut aufgemachte Album ein vermeidbarer Schatten legt.
http://www.oblivion999.com und http://www.myspace.com/oblivion999crew
6/10 - MG


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