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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BLACK STONE C ....

BLACK STONE CHERRY

FOLKLORE AND SUPERSTITION (53:04 min.)

ROADRUNNER / UNIVERSAL
Einen ganz schönen Quantensprung, den der Vierer aus Kentucky hier mit seinem zweiten Album vollzogen hat. Und dabei war schon das erste selbstbetitelte Album alles andere als schlecht und konnte auf voller Linie überzeugen. Songs wie „Rain Wizard“, Lonely Train“ und „Through Hell And High Water“ gehörten mit zum Besten, was man seit langem im von Southern Rock beeinflussten Hardrock hören konnte. Die Musik klang einfach unverbraucht und frisch. Trotz dieser guten Lieder, „Folklore And Superstition“ klingt im Vergleich zum ersten Album deutlich ausgereifter und auch griffiger. Die Band hat es irgendwie geschafft in allen Bereichen zuzulegen. So wirken die Melodien und Arrangements deutlich ausgereifter, so dass wirklich fast jeder Song auf dem Album aufgrund seines Rhythmus oder seiner Melodie zu gefallen weiß. Die Refrains von Songs wie „Blind Man“ oder „Please Come In“, den beiden ersten Songs, bleiben schon nach einmaligem Hören hängen und man erwischt sich selber immer wieder beim Mitsingen oder Mitsummen. Auch wirkt gerade die Gitarrenarbeit um einiges griffiger als noch auf dem Debüt, was nicht nur an den tollen Riffs liegt, die man verwendet hat, sondern vor allem daran, dass man härtemäßig deutlich zugelegt hat. Das, was die Band bislang live ausgezeichnet hat, ein eher rauerer Klang, hat man nun auf die Arbeit im Studio übertragen können, wodurch Black Stone Cherry deutlich an Profil gewinnen. Songs wie das mit einem genialen Mitgröhlpart versehene „Soulcreek“ schreien gerade nach harten Rhythmen. Dass die Band es aber auch anders kann, zeigt sie mit der toll arrangierten Ballade „Things My Father Said“, die auch eine Band wie Aerosmith oder frühere Guns `n Roses nicht besser hinbekommen hätten. Man findet gerade den richtigen Grad zwischen Meldodie und Bombast, ohne dass das Lied ins Schnulzige abzudriften droht. Mit Ausnahme dieses Songs setzt das Quartett aber doch auf eine sehr gute Mischung aus Southern Rock der Marke Lynyrd Skynyrd und The Allmann Brothers und sehr erdigem Hardrock. Auch wenn die Wurzeln dieses Sounds doch recht stark in den 70er Jahren verwurzelt ist, so klingen Black Stone Cherry keinesfalls wie eine Tribute Band, sondern vermischen diese klassischen Einflüsse recht selbstbewusst mit einem modernen Sound, der sich gerade durch die harten Parts immer wieder äußert. Herausgekommen ist dabei ein Album, bei dem von der ersten bis zur letzten Note einfach alles stimmt. Alle dreizehn Songs können voll überzeugen und es gibt keinen Ausfall zu vermelden. Songschreiberisch bewegt sich die Band schon jetzt auf sehr hohem Niveau und man darf sehr gespannt sein was die Zukunft bringen wird. Man darf nicht vergessen, dass keiner der Musiker älter als 25 Jahre ist. Momentan fallen mir nicht viele Bands ein, die es schaffen auf so gute Art eingängige Melodien mit harten Riffs und folkloristischen Elementen zu vermischen. Eine CD, die sich wirklich jeder Freund von härteren Klängen zumindest mal anhören sollte. Ähnlich wie Volbeat spielen Black Stone Cherry eine Art Rock, die eigentlich jedem gefallen könnte. Auf jeden Fall dürfte es der Band nicht leicht fallen dieses Album noch einmal zu toppen, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Wer die Band wie ich schon mal live gesehen hat (bei „Rock am Ring“, kurz nach einem auch schon grandiosen Auftritt von Airbourne), wird mir sicherlich zustimmen, dass sie zusammen mit Bands wie Airbourne für die Zukunft des härteren Rocks stehen. Ich hoffe, andere junge Bands nehmen sich ein Beispiel.
9,5/10 - TE


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