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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: RC2

RC2

FUTURE AWAITS (59:49 min.)

PROGROCK / SPV
Der Bandname ließ mich anfänglich spekulieren, was der Hintergrund für diese Buchstaben-Ziffer-Kombination wohl sein mag. Sicherlich ging auch ein Gedanke in Richtung Krieg der Sterne, hatten die doch so lustige sprechende Blecheimer mit logischen Kurzbezeichnung. Ein kurzer Blick in die Biografie lieferte letztlich die Auflösung, denn die Band gab es bereits unter dem Namen Radio Clip in der Zeit zwischen 1988 und 1994, wobei sie in dieser Zeit in Venezuela vier Alben veröffentlichten. 1999 war Caracas die Geburtsstätte von RC2, 2003 wurde das gleichbetitelte Debüt veröffentlicht und man nahm einen Standortwechsel vor. Mittlerweile in Spanien residierend wartet man mit dem zweiten Album auf, dass eine Art Dokumentation der Reise von Venezuela nach Spanien darstellt und sich mehr dem klassischen Sound mit progressiven Elementen widmet und komplex strukturiert ist. Komplex klingt dabei zu abschreckend, „Future Awaits“ wirkt weder überladen noch schwer zugänglich, ich würde es eher als vielschichtig bezeichnen. Die Songs haben für das Genre nicht unüblich eine Spielzeit von teilweise über zehn Minuten, sind abwechslungs- und facettenreich arrangiert, bieten viel Harmonie und Melodie, spielen mit dem Tempo und unterschiedlichen Spannungsbögen und sind trotz der bereits oben erwähnten Vielschichtigkeit eingängig und angenehm zu hören. Auffällig ist dabei die reduzierte Härte der Songs, man sich dagegen mehr auf die Arrangements und musikalische Ausgestaltung konzentriert, der man großen Raum und Bedeutung eingeräumt hat. Paradebeispiel der beschriebenen Vielschichtigkeit ist der überraschend gut gelungene Einstieg in das Album, denn ’Time Pieces’ schafft es, dass man schnell Zugang zum Album und zu der Musik von RC2 erhält, bereits von Beginn an die Details wahrnimmt und gefesselt wird. Man wird der jazzige Komponente gewahr und vernimmt Latein-Amerikanische Rhythmen (das Instrumental ’El Diablo Suelto’ diente als Spielwiese), Ingredienzien also, die neben den klassischen Elementen für die Wurzeln und Einflüsse der Musiker stehen und zusätzliche Nuancen einbringen. Es wird wunderbar leicht und fluffig geproggt, die Handgriffe sitzen wie selbstverständlich und die Musik fließt leicht und locker in die Gehörgänge, alle Grundvoraussetzungen für ein musikalisches Erlebnis sind also vorhanden, so dass man dieses Album nur empfehlen kann.
8,5/10 - RB


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