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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MISS CONSTRUC ....

MISS CONSTRUCTION

KUNSTPRODUKT (77: 50 min.)

FEAR SECTION / SPV
Dolce & Gabbana, BMW, Gucci,... Namen, die für gute Qualität stehen (vielleicht auch für teure, das aber nur so nebenbei!). Genauso wie „Chris Pohl“, ist das nicht so was wie ein Stempel, den man auf die CD druckt: „Chris Pohl – Prädikat sehr gut“? Nun, mal sehen... immerhin ist nicht immer das drin, was drauf steht. Oder umgekehrt: es ist was drin, das nicht drauf steht. Zum Beispiel bei Miss Construction, wer hätte je gedacht, dass sich hinter unserer lieben Miss zwei – nach eigenen Aussagen ziemlich kranke – Typen verstecken? Nun, warum Chris Pohl und sein verrückter Mitstreiter Gordon, den er sich von Terminal Choice geliehen hat, Tumor auf Eis gelegt, Miss Construction zum Leben erweckt und sich ausgerechnet den Namen zugelegt haben, dazu im Interview mehr. Zurück zu Stiftung Warentest. Wir reden nun aber nicht über Autos, Handtaschen oder Zahnpasta, sondern über Industrial Splatter Porno Pop. Das, flächige Synthies, flotte Beats und Gordon als „verrückte Frontsau“ bestimmen die Mixtur, mit der Anhänger von Terminal Choice, Blutengel oder Chris Pohl überhaupt verköstigt werden sollen. Dabei wird Altbekanntes wie „Totes Fleisch“ oder Ecos „Hass und Liebe“ neu aufgewärmt oder auch ein eigenes Süppchen gekocht. Leider scheint die Quantität hier der Qualität etwas zu überwiegen, Delikatessen gibt´s wenige. „Hass und Liebe“, „Kunstprodukt“, „Miss Construction“, „Lunatic“, um sie zu nennen. Artwork und Cover sind recht nett, Wortspiele wie „Miss Bildung“ oder „Miss Geburt“ einfallsreich mit dem Model Drastique Plastique dargestellt. Aber eine nette Verpackung kann nun mal nicht über den Inhalt hinwegtäuschen. (Nein, kein Gammelfleisch! Totes Fleisch!!!) Die Refrains sind relativ einfach, die Melodien gehen somit schnell ins Ohr. Jedoch bauen Pohl und Gordon aus einem einzigen Melodiefetzen einen ganzen Song, so dass die Eintönigkeit fast die Partystimmung vertilgt. So schaffen die zwei zwar tanzflächentaugliche Feger, die super zum Abhotten taugen, aber weder vielschichtig noch niveauvoll sind. Bereits nach dem zweiten Durchlauf gibt´s nichts Neues mehr zu entdecken. Auch die Texte bieten nichts wirklich Umwerfendes, vor allem, da sie teil so geistreich sind... Also, wer sich ein extrem paarungswilliges Computer-Weibsbild, das „Scratch me, bite me, lick my pussyyyyyyyy...“ quietscht, antun möchte, der möge das bereitwillig ertragen. Zumindest für zu Hause nicht zu empfehlen... Intelligenter geht´s da schon bei „Kunstprodukt“ zu, man greift wieder DSDS, Bohlen und Konsorten an, und das kommt gut. Aber wie gesagt, der Song gehört eh zu den Lichtblicken. Gordon setzt seine Stimme vielseitig ein, bei „Lunatic“ gibt´s nette Screams und mit Verzerren & Co. lässt sich ganz schön was machen. Das Computerkätzchen geht einem aber so einige Male gehörig auf die Nerven, etwa bei „I luv you“. Zur Musik gesamt muss ich sagen: echt geile Tanzmusik!, für die Disco taugt der eine oder andere Song auf alle Fälle zum Hüften schwingen, die vierzehn Tracks hält man aber nicht wirklich freudenvoll durch. Auf Deutsch: Party-Pohl und Gaudi-Gordon machen tranceartige Tanzflächenmusik mit massig Monotonie und düster-böser Grundstimmung. Als Debüt einer jeden anderen Band akzeptabel, aber für Chris Pohl ein wenig mau... Dessen Name ist dann wohl auch keine Qualitätsgarantie mehr... Also 5 Punkte für Discos und Clubs (live dürften sie nicht schlecht sein, immerhin wird unsere liebe Miss komplett von Gordon verkörpert, die Computertussi bleibt, wo sie ist!), für zu Hause leider keine, bleibt´s bei fünf von zehn Punkten... Beim nächsten Menü einfach eine Prise mehr Abwechslung und kleine Häppchen, die regen den Appetit an und so fühlt man sich nicht bereits nach dem sechsten von vierzehn Tracks übersättigt!
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