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ALLE REVIEWS :: Index: 'L' :: LONG WALK HOM ....

LONG WALK HOME

YOUISM (52:40 min.)

DANSE MACABRE / ALIVE
Hat ja keiner gesagt, dass es leicht wird. Wer sich über die Band informieren möchte, sollte dies auf ihrer MySpace-Präsenz tun – auf ihrer Homepage fängt man sich böse Trojaner. Vielleicht verfolgt die australische Regierung ja so ihre musikalischen Landesflüchtlinge. Long Walk Home kommen also aus Australien (wo sie ihr Album „Youism ohne den Titel „Interior“ bereits 2006 veröffentlichten) und leben jetzt in der deutschen Hauptstadt, von der aus die vier Jungs, wie einige Kollegen vorher, versuchen den europäischen Musikmarkt zu erobern. Mit Erfolg, wie einem scheint. Und das, obwohl einem nicht gerade gängige oder gar leichte Kost serviert wird. Ich habe ihr Erstlingswerk „Youism“ - hier steht der Titel bereits für den Drang zum Individuellen – auch nach wochenlangem Hören noch nicht einordnen können. Der erste und der letzte Titel, „Interior“ und „Leader“ sind die beiden bemerkenswertesten Stücke, nahezu perfekter Indierock düsterer Färbung. Sie stehen wie eine Klammer um den Rest, der es einem oft schwer macht, weder wirklich eingängig ist, noch durchgängig hörbar und nicht einfach zuzuordnen. Zu sehr springen die Stile, schwankt die Qualität oder es überfordert und ermüdet einen dieser Drang nach unbedingter Kreativität. Während man im großen Mittelteil jedem die Chance auf eigne Wertungen geben sollte, finden sich im Opener „Interior“ alle guten Eigenschaften versammelt: Die dunkle Grundstimmung wird getragen von dumpfen Trommeln, düsteren Basslinien und einer klagend schönen Männerstimme. Zuweilen erhebt sich feinstes Gitarrengezirpe über den schwarz-musikalischen Teppich. Wirklich, wirklich wundervoll. Nach der langen, mehr abwechslungsreichen als guten Durststrecke, überrascht der Ausklang der CD mit „Leader“ auf das Angenehmste. Leise, schleichend sanft kommt es über einen, um dann abrupt hart und deftig aufzufahren, sich sofort wieder zurückzunehmen, der traurigen Stimme, Geigen und Drums (ja, was für eine Kombi) den Weg zu bereiten. Ganz, ganz großes Musikkino.
PS: Zwischen diesen beiden 10-Pünktern fielen - nach dem gefühlt 100sten Anhören - noch „Other Side“ und „Open to end“ als herausragend auf.
7/10 - DB


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