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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BEARDFISH

BEARDFISH

SLEEPING IN TRAFFIC PART II (74:25 min.)

INSIDE OUT / SPV
Mit „Sleeping In Traffic Part II“ legen die schwedischen Progger Beardfish ihr zweites Album für Inside out vor, und es ist schon erstaunlich, was für eine Entwicklung die Band in den letzten Jahren durchlaufen hat. Schon auf ihren ersten beiden Alben konnte die Band andeuten zu was sie fähig sein könnte, nur leider verloren sich die durchaus guten Ideen noch zu oft in Gefrickel und zu komplexen Passagen, so dass es oft schwierig war den Songs zu folgen oder auf Dauer schlicht und einfach zu langatmig wirkten. So war zumindest mein Eindruck als ich die ersten Male in ein paar Songs der Band hereinhörte. Aber die Musiker entwickelten sich im Laufe der Zeit immer weiter, zu besseren Musikern und auch zu besseren Songwritern. Erster Höhepunkt dieser Entwicklung war „Sleeping In Traffic Part I“. Dort bot man eine tolle zeitlose Mischung aus Prog und Rock. Bands wie Genesis, Gentle Giant, The Flower Kings und natürlich auch Spock`s Beard fallen einen dabei ein.Genau hier setzt auch der zweite Teil dieses Konzeptalbums an, in dem die Band den kompletten Tag eines Menschen musikalisch verfolgt. Stellt der erste Teil den Tag da, so beginnt der zweite Teil mit dem Sonnenuntergang, was sich aber absolut nicht an der Musik festmachen lässt, denn düster klingt hier eigentlich gar nichts. Eher lädt die Musik zum träumen ein, denn die CD, die mit fast 75 Minuten die maximale Spielzeit ausnutzt, bietet ruhigen, aber vor allem wunderschönen Progrock wie man ihn sich nicht besser vorstellen kann. Mal klingt die Musik verspielt wie in „Into The Night“ und mal verliert die Band sich in schon fast Jam mäßigen Passagen wie in „The Downward Spiral/Chimay“, ohne aber jemals den Faden zu verlieren. So klingen auch noch die anspruchsvollsten Passagen immer logisch, verlieren sich nicht in sinnlosem Gefrickel, wie es ja leider häufig bei Progrock-Bands der Fall ist, und bleiben dabei auch noch durchgehend hoch melodiös, was auch an der angenehm klingenden Stimme von Sänger Rikard Sjöblom liegt. Dessen Gesang klingt nie aufdringlich und ordnet sich immer perfekt in den Gesamtsound ein. Auch schafft es die Band immer wieder ihre eh schon tollen Kompositionen mit Refrains zu spicken, die direkt im Kopf hängen bleiben. So bleibt das Album auch über seine komplette Länge immer spannend und interessant, da es die Band perfekt schafft den schwierigen Balanceakt zwischen Anspruch und Eingängigkeit zu meistern. Ein Beispiel dafür ist der hervorragende Longtrack und gleichzeitig auch Titelstück, das in seinen über 35 Minuten (!!!) so viele Tempowechsel, wunderschöne Melodien, interessante Instrumentalpassagen und traumhaft schöne Gesangspassagen vereint, dass man nicht mal im Entferntesten merkt, wie schnell beim Hören die Zeit vergeht. Dieses Herzstück des Albums kann ich wirklich nur jedem Prog-Fan ans Herz legen. Hier fühlt man sich wirklich an die Ausnahme-Epen von Bands wie Spocks Beard, Flower Kings oder auch Transatlantic erinnert. Viel mehr Abwechslung geht wirklich nicht. „Sleeping In Traffic ist ein wirklich tolles Album geworden, das den Hörer komplett in seinen Bann ziehen kann, wenn man es zulässt und sich von der Musik verzaubern lässt. Am Besten die Kopfhörer aufsetzen und in den Klangkosmos der Schweden abtauchen. Ganz großes Kino.
9/10 - TE


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