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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MIDNATTSOL

MIDNATTSOL

NORDLYS (50:00 min.)

NAPALM / SPV
Das Nordlicht ist eine schöne Erscheinung, die es sicherlich auch wert ist, als Titel eines Albums ein Cover zu zieren. Diesen Titel haben Midnattsol für ihr Zweitlingswerk gewählt, dessen große Bürde, an das Debüt anknüpfen zu müssen, ständiger Begleiter gewesen ist. Knappe drei Jahre sollten aber Zeit genug gewesen sein, mittels feiner musikalischer Handwerkskunst ein ordentliches Album abzuliefern. Und ja, ihnen ist das Kunststück gelungen, wieder einmal Gothic und Folk in einer (noch) komplex(er)en Form zu verknüpfen und in Atmosphäre zu versinken, um mit geschickt gesetzten Akzenten wieder an die Oberfläche durchzubrechen. Das Wechselspiel zwischen Melancholie, Klangteppichen und abwechslungsreichen Gitarreneinlagen garniert mit der schönen Stimme von Carmen Elise Espanæs versprüht einen unwiderstehlichen Reiz, dem man sich nur schwer entziehen kann. Der kontrastreiche Opener ’Open Your Eyes’ unterstreicht gleich zu Beginn diese Einschätzung, während sich ’Skogens Lengsel’ mehr dem Heavy Metal zuwendet. Der Titeltrack ’Nothern Light’ wiegt einen zu Beginn aufgrund der ruhigen Ausstrahlung in dem sicheren Gefühl, hier eine gefühlvolle Breitseite zu bekommen, doch der erste Eindruck muss dem druckvollen Wandel weichen. ’Konkylie’ bedient die epische Abteilung und fährt stolze acht Minuten auf, während dagegen ’Wintertime’ durch seine Breaks und Wechselspiele auf sich aufmerksam macht. ´Race of Time´ geht tempomäßig nach vorne und wird von ´New Horizon´ gefühlvoll-balladesk sowie mit besonderen Klangkulissen versehen aufgefangen. ´River of Virgin Soil´ wirft einen wieder in das Wechselbad der Gefühle, während ´En Natt I Nod´ noch mal alles von der Gitarrenfraktion fordert und einen starken Abgang darstellt. „Nordlys“ ist nicht zwingend mit Amorphis, Moonsorrow oder Nightwish vergleichbar, liegt aber streckenweise mit eigenständiger Gesichtswahrung in dieser Schnittmenge. Die musikalische Komplexität in Einheit mit dem Gesang vermittelt nicht nur ein interessantes Hörerlebnis, sondern sollte auch Garant für ein Album mit langfristiger Haltbarkeit sein.
8,5/10 - RB


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