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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: RPWL

RPWL

THE RPWL EXPERIENCE (67:07 min.)

INSIDE OUT / SPV
Neben dem neuen The Tangent-Album “Not as good as the Book” gibt es mit “The RPWL Experience” noch ein weiteres ProgRock-Highlight in diesem Monat. Bislang wurde der deutschen Formation ja immer der Vorwurf gemacht, dass sie sich zu stark an Pink Floyd orientieren würden anstatt einen eigenen Stil zu entwickeln und zu perfektionieren. Und zumindest in Ansätzen war diese Kritik wohl auch gerechtfertigt: zwar hatten RPWL durchaus ihren eigenen Stil, aber die Parallelen zu der britischen Überband waren halt doch sehr ausgeprägt und nicht zu überhören. Aber mit dem neuen Album haben sie in dieser Hinsicht einen großen Schritt nach Vorne gemacht. Zwar sind die Pink Floyd-Einflüsse nicht aus den Songs verschwunden, aber sie wurden unauffälliger und besser in den eigenen Sound verarbeitet, als dies die Band auf früheren Alben geschafft hat. Songs wie „Silenced“, „Watch Myself“ oder auch „Choose What You Want To Look At“ klingen moderner und auch härter als das, was die Band bislang gemacht hat, aber sie schaffen es diese Elemente in ihre Songs zu integrieren ohne sich um 180 Grad zu drehen. Immer noch bestimmten wunderschöne Melodien, traumhafte Klangcollagen und dezent platzierte, aber immer passende Gitarrensoli das Bild. Also genau das, was die Band ja schon auf ihren ersten vier Alben so stark gemacht hat, und was auch bei mir dazu führte, dass Alben wie „God Has Failed“ für lange Zeit auf Dauerrotation lief. Aber dieser modernere und auch härtere Anstrich tut dem Album wirklich sehr gut, zumal er auch sehr dezent eingesetzt ist und dem Sound einfach eine weitere feine Nuance gibt. Auch der Spagat, Songs zu schreiben, die sowohl anspruchsvoll aber auch eingängig sind, gelingt der Band wirklich sehr gut. Die Songs bieten durchaus komplexe Passagen, an denen jeder Prog-Fan seine Freude haben wird, aber gleichzeitig bleiben die Lieder immer sehr melodiös und nachvollziehbar und mit der Zeit prägen sich einen die Melodien der Lieder immer mehr ein. Und genau das macht dieses Album so interessant und so stark. Songs wie „Turn Back The Clock“ oder das in eine tolle Pink Floyd Hommage verwandelte Bob Dylan Cover „Masters Of War“ wirken nicht überladen oder zu komplex, sondern bieten einfach toll arrangierten und gespielten Rock auf höchsten Niveau. Auch wenn man „The RPWL Experience“ durchaus nebenbei hören kann, so entfaltet das Album erst beim konzentrierten Hören unter den Kopfhörern seine wirkliche Stärke, da einen dort erst die vielen kleinen Feinheiten auffallen. Das Anhören lohnt sich.
8/10 - TE


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