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ARTILLERY

THROUGH THE YEARS 4-CD Box (271:29 min.)

METAL MIND / SOULFOOD
Meine Güte, da haben Metal Mind aber ein wahrlich lohnendes Packet geschnürt. Anstatt die vier Alben der reformierten dänischen Thrasher schnöde separat zu veröffentlichen, entschieden sich die polnischen Re-release Könige, ein edles, wie immer auf 2000 Exemplare limitiertes, durchnummeriertes Boxset im Stile von Iced Earths „Dark Genesis“ zu gestalten und haben damit vor allem optisch einen echten Volltreffer gelandet. Das aufwändig gestaltete, reich bebilderte, großformatige DigiBook kommt in einem stabilen Pappschuber, ist äußerst ansprechend aufgemacht und beinhaltet neben ausführliche Linernotes auch sämtliche Texte in einem üppigen, 32seitigen Booklet. Klasse.
Der Inhalt steht der Verpackung nur in wenig nach. Die zwischen 1985 und 1999 erschienen Alben dieses zwar nicht bahnbrechenden, jedenfalls aber von Beginn an im (europäischen) Underground mitmischenden Thrash-Acts rotieren bei Genre-Fans auch nach all den Jahren noch regelmäßig auf dem Plattenteller oder im CD-Schacht. Da zudem sämtliche CDs mit zwischen zwei („B.A.C.K.“) und acht („Terror Squad“) wertigen Bonustracks bestückt wurden, gibt es in punkto Extras auch hier aber auch gar nichts zu bemängeln.
Das Debut „Fear of Tomorrow“ (72:32 min.) erschien 1985 pünktlich zur zweiten Thrash-Welle und kennzeichnet Artillery als echte, authentische Szene-Veteranen. Zwar konnten die räudigen und wie üblich von Venom inspirierten Kompositionen, zudem wie so oft mehr schlecht als recht produziert, Artillery nicht von 0 auf 100 im Thrash-Overground etablieren, jedoch versprühen Songs wie das brutale „The Almighty“ und „Deeds of Darkness“ auch nach 22 Jahren einen eigenen Charme und stellen ein echtes Zeitdokument dar.
Das zwei Jahre später, nun schon bei Roadrunner erscheinende, von einem fürchterlichen, unfreiwillig komischen Cover verunstaltete „Terror Squad“ (75:30 min.) offenbarte erstmals jenes für die Dänen typische, schneidende Riffing und enthält mit „In The Trash“ oder „The Challenge“ ebenfalls einige exquisite Schädelspalter.
Auf „By Inheritance“ (73:19 min.) präsentierte man sich dann 1989 wesentlich experimenteller und ausgefeilter als zuvor, was nicht zuletzt an der erstmals adäquaten Soundqualität des von Flemming Rasmussen produzierten Albums liegt. Aber auch kompositorisch gab es einen Quantensprung zu bestaunen. Deutlich abwechslungsreicher, an sämtlichen instrumentalen Fronten variabler und von einem vermehrt an Blitz Ellsworth erinnernden Sänger Flemming Rønsdorf (dessen Eskapaden jedoch für den bevorstehenden Split und die neunjährige Pause der Band verantwortlich zeichneten), der allerdings über eine durchaus passable Singstimme verfügte, getragen schießen die Dänen eine Granate nach der anderen über das Skagarak. Der abgepfiffene Titeltrack, das aberwitzige „Life In Bondage,“ der Klassiker-Potenzial besitzende Opener „Khomaniac“ oder „Back In The Trash“ überzeugen jedenfalls auch anno 2008 noch voll und ganz. Hammerscheibe, die man kennen muss!
Ähnlich verhält es sich mit dem von Andy Sneaps Mix sehr gut in Szene gesetzten 99er Comeback-Album „B.A.C.K.“ (50:08 min.). Rasende High Class Thrasher („How Do You Feel“), reinigende Riffgewitter („Cybermind“), intelligent arrangierte Midtempokracher („Final Show“) und feiste Groover („Violent Breed“) begeistern im ersten Teil des nach hinten leider abflauenden Longplayers. Trotzdem stark!
Da dieses noble Teil auch noch sehr günstig (um die 30 Euro) unters thrashende Volk gebracht wird, MUSS man hier zugreifen. Vorbildlich und für das gesamte Package eine fette 10, denn besser aufgemacht ist selbst die grandiose neue Tank-Box nicht! Live zu sehen sind Artillery mit ihrem neuen Sänger Søren Nico Adamsen übrigens auf dem KIT XI im November. http://www.stutzer-music.com oder http://www.myspace.com/artillerythrashmetal
6,5 / 7 / 8,5 / 7,5 - PM


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