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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: ICED EARTH

ICED EARTH

FRAMING ARMAGEDDON (69:03 min.)

STEAMHAMMER / SPV
Man benötigt eine Weile, bis sich das neue Iced Earth-Epos voll entfalten hat und eine faire Benotung möglich ist. Aber diese Zeit sollte man dem Werk auch geben, denn von einer Schnellschuss-Kritik hat weder der Fan und Leser noch die Band noch der Rezensent etwas. Über drei Jahre sind seit dem Megawerk „The Glorious Burden“ ins Land gegangen und man hat – außer abgesagten Tourneen – nur wenig von den Erben der Eisernen Jungfrau vernommen. Natürlich muss sich „Framing Armageddon“ an dem Vorläufer „The Glorious Burden“ – wie auch sämtlicher Scheiben davor – messen lassen. Und obwohl der größte Umgewöhnungsfaktor der Fanschar sicherlich mit eben jenem Vorläufer und dem damaligen Wechsel am Gesangsmikro aufgebürdet wurde, fällt der Zugang zum neuesten Opus doch um einiges schwerer. Fakt ist, dass Bandleader Schaffer mit „The Glorious Burden“ ein Monumentalepos geschaffen hatte und die Fans insbesondere nach der langen Wartezeit nicht mehr und nicht weniger als einen weiteren Meilenstein erwartet hatten. Und hier hat der gute Jon den Bogen wohl etwas überspannt. 19 Titel befinden sich auf „Framing Armageddon“, von denen zahlreiche Titel allerdings nur Zwischenspiele und Interludien von Spieldauern zwischen einer und zwei Minuten sind. Da fällt es selbst dem geneigten Hörer schwer den Überblick zu bewahren und das Gehörte zu analysieren, zumal der Komponist erneut versucht hat Orchestrales zu integrieren. Wer dabei allerdings ein Epos wie „Gettysburg“ vom letzten Album erwartet, der erwartet zu viel. Ein solch dramatisches Meisterwerk komponiert man wohl nur einmal im Leben. Eine Erwartungshaltung dieser Art überfordert „Framing Armageddon“. Beim ersten Hördurchlauf bleibt somit in erster Linie die Singleauskopplung „Ten Thousand Strong“ hängen. Zum einen, weil der Song bereits bekannt war, zum anderen weil der Song über alles verfügt, was einen „Hit“ ausmacht. Des Weiteren ist offensichtlich, dass der Ripper einen tadellosen, um nicht zu sagen einen gigantischen Job abgeliefert hat. Um nochmals eine Lanze für den Mann zu brechen: Rein stimmlich lassen sich Tim Owens und Matt Barlow einfach nicht vergleichen, aber beide (!!) gehören zu den Allerbesten ihres Fachs. Es ist deshalb unfair Herrn Owens vorzuwerfen, dass seine Stimme nicht (so düster) wie die von Herrn Barlow klingt, mit welcher dieser die von ihm eingesungenen Iced Earth-Alben prägte. Schon das rund zweieinhalbminütige Streicherintro ist ebenso exzellent wie gewöhnungsbedürftig. Aber mit steigender Anzahl der Durchläufe brennen sich mehr und mehr Songs in den Ohren der Hörerschaft fest. Das gutklassige „Somehing Wicked Part 1“ ebenso wie das verhaltenere „A Charge To Keep“ (das auch auf dem Vorgänger hätte stehen können), das ruhigere „Reflections“ oder das düster-bedrohliche „Execution“, während „The Clouding“ (9:18 min) meines Erachtens etwas zu lang geraten ist um die Aufmerksamkeit über die volle Distanz zu halten. Ein weiteres Manko welches Herr Schaffer (der übrigens alle Songs mehr oder minder im Alleingang komponiert hat – hatte der Mann sich nicht zur Zeit der Trennung von Matt Barlow genau darüber beklagt, dass er dies tun „musste“???) an der Backe hat, ist dass „Framing Armageddon“ auch den einen oder anderen Füller aufweist. Da wiegt es umso schwerer, dass er einen grundsätzlich guten Song wie „The Domino Decree“ mit dem zusätzlichen Sound einer Hammondorgel versaut hat. Ohne nun auf die Konzeptstory hinter der CD oder andere Rahmenbedingungen eingehen zu wollen: „Framing Armageddon“ braucht etwas Zeit und ist nicht so perfekt wie der Vorgänger, ist aber trotz vorhandener Mankos lange nicht das schwächste Album der Amis. Diese „Ehre“ gebührt in meinen Augen und Ohren immer noch „Horror Show“. Also tut euch selbst den Gefallen und gebt „Framing Armageddon“ etwas Zeit.
9/10 - SBr


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