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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: RITUAL

RITUAL

THE HEMULIC VOLUNTARY BAND (53:06 min.)

INSIDEOUT / SPV
Schon im letzten Jahr ließ mich der Live-Erguß vorliegender Schweden-Musik nicht gerade in Begeisterungstürme ausarten. Folk-Prog nannte ich damals ihren Musikstil und kann damit auch heute noch gut leben. Fast sechzig Minuten mit sechs Tracks gibt einen kleinen Abriss, wo die Reise hinführt. Allerdings sind fünf Beiträge im Fünf-Minuten-Bereich, während "A Dangerous Journey" mit über sechsundzwanzig Minuten völlig den Rahmen sprengt, zumal der Song nach sage und schreibe weit über zehn Minuten den Weg aus dem Akkustik-Geklimper findet, den er nach kurzer Zeit wieder einschlägt. Ein trüber Albtraum, der aus dem Singer/Songwriter-Genre eine Farce macht. Dieser Track braucht eiserne Nerven damit man die CD nicht voller Inbrunst aus dem Player reißt und ihn als Whiskey-Glas-Unterlage nutzt. Patrik Lundström, der auch bei den Art-Proggern Kaipa seine Stimme strapaziert, ist aber auch eine Heulsuse. Die hohen Tonlagen erzeugen Risse in den Weingläsern. Das ist von Gesang mit Charakter weit entfernt. Aber selbst die Grundstimme ist kein Aushängeschild. Die Musik, gespielt auf einhundert illustren Akkustik-Instrumenten (na gut, ab und an gibt es E-Gitarren), basiert eher auf psychodelic-hippie-end-60er-Kram a la Camel und Gentle Giant, und dennoch übt man sich in den Instrumental-Parts der Stücke immer öfter im Jazz mit lustig schrägen Tönen. "Late In November" könnte als ausartendes Minuet auf eine Kleinkunstbühne passen, während "Waiting By The Bridge" aus dem Hair-Film stammt, mit hysterischen, überschwenglich tanzenden und singenden Heerscharen. Natürlich kommen textlich die ganzen Schmetterlinge, Brunnen, Blumen, der Regen, die Sonne und der Mond, die Liebe und das bunte harmonische, menschliche Treiben, auf metaphorische Weise in jedem Song unter. "The Hemulic Voluntary Band" ist so kurios wie das Cover und der Albumtitel. Peace, Alter!
4/10 - SBk


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