Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MAGELLAN

MAGELLAN

INNOCENT GOD (45:19 min.)

MUSE WRAPPED RECORDS / US-IMPORT
Bisher waren Veröffentlichungen von Magellan eine zwiespältige Sache, waren doch insbesondere die letzten drei Veröffentlichungen etwas sperrig und erforderten vom geneigten Zuhörer viel Aufmerksamkeit. Was keine Aussage über die Musik der Gardner-Brüder ist, sondern eher eine nüchterne Feststellung, denn Musik ist vielfach ein leicht konsumiertes Gut, bei dem vertrackte Strukturen meistens störend wirken und die Freude an der Musik trüben. Womit wir auch beim überraschenden Punkt von „Innocent God“ wären. Neben der Loslösung von InsideOut und Veröffentlichung unter eigenem Label scheint man sich der unterschwelligen Kritik der vergangenen Jahre angenommen zu haben und hat, auch wenn man musikalisch immer noch stark den 70ern verbunden ist, ein wesentlich direkteres Album erschaffen, das die Songs schneller auf den Punkt zu bringen vermag und durchgehend als songorientiert bezeichnet werden kann. Wo vorher melodische Raffinessen und polyphone Disharmonien standen, sich die Themenwechsel die Hand gaben und man sich als Hörer wie bei einer Achterbahnfahrt fühlte, stehen heute der knackige Opener ’Invisible Bright Man’, ein alles andere als Hektik ausstrahlender Longtrack namens ’Innocent God’ oder ein harmonisches Instrumental wie ’Sea Of Life’. Insgesamt ist „Innocent God“ ein interessantes und abwechslungsreiches Album, dass überraschend anders und dennoch Magellan ist. Man muss jetzt nur noch das bisher existierende Bild im Kopf korrigieren.
Bleibt nur noch meinen Kritikpunkt von der letzten Albumbesprechung „Symphony For A Misanthrope“ aufzugreifen, nämlich Trents Gesang. Irgendwie, auch wenn immer noch nicht optimal für meine Ohren, passt sich sein gleichförmig wirkender Gesang der neuen, direkteren musikalischen Ausrichtung besser an, so dass ich auch mit diesem Punkt ganz gut leben kann. Dennoch, und da wiederhole ich mich gerne, wäre es bei der Vielzahl der Gastmusiker sicherlich mal interessant, die Magellan-Musik mit einer anderen Stimme serviert zu bekommen.
Album Nummer sieben ist somit das Album von Magellan, dass ich am wenigsten erwartet hätte, was aber gerade aus diesem Grund breite Beachtung erhalten sollte, denn wenn sich für den Fan (und den, der es noch werden möchte) die Musik bisher aus welchem Grund auch immer nicht erschlossen hat, dann ist „Innocent God“ die (hoffentlich nicht letzte) Gelegenheit. Das Album wird von den Gardners über ihre eigene Distribution vertrieben, aber http://www.justforkicks.de haben für euch sicherlich noch ein paar Scheibchen auf Lager.
8,5/10 - RB


[ Zurück zum Index: 'M' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler