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BILDBETRACHTUNGEN

MARKUS FÖRSTER



106 Seiten / EUR
Manch einem mag Markus Förster durch seine Kolumnen im Obliveon bekannt sein. Oder von seinen Lesungen. Mit spitzer Feder und Zunge, seziert Markus Förster den alltäglichen Wahnsinn, bleibt dabei aber auf eine sehr geschickte Art, immer etwas distanziert.
Mit „Bildbetrachtungen“ legte er ein schmales Bändchen vor, an dem zunächst einmal die liebevolle Gestaltung und das grafisch überbordende Layout auffällt. Für mich, als Nichtlyriker, eine der besten Methoden um Lyrik in der heutigen Zeit noch unter das Volk zu jubeln. Es reicht schon lange nicht mehr, die Verse auf edlen Papier zu drucken, schlicht zusammenzubinden und zu hoffen, dass die schmächtige, bebrillte Germanistikstudentin, mit diesem Gedichtband im Café sitzt. Wobei letztere eh nicht Försters Zielgruppe sein dürfte. Und so darf es in „Bildbetrachtungen“ grafisch, aber vor allem auch schriftlich, schon mal blutig werden. Dass er dennoch keine Klischees bedient, merkt man schnell, auch wenn eine oberflächliche Betrachtung es nahe liegen lässt.
Markus Förster ist in seiner Lyrik zum Glück nicht nur einfach dem unerschöpflichen Thema „Liebe“ verfallen, sondern beschäftigt sich auch mit Politik. Und das macht den Reiz dieses kleinen Buches aus. Zwischen Wahn und Zerstörung, zwischen Liebe und Verzweiflung, zwischen Zynismus und scharfsinnigem Beobachter, steckt ein politischer Mensch. Und Kunst muss wieder mehr politisch werden. Die plakative Unterhaltung, die unreflektierte Berieselung ist nicht Försters Anspruch. Und so ist „Bildbetrachtungen“ genau das! Wie eine Ausstellung, für die man sich Zeit nehmen muss, mit der man sich auseinander setzen muss, die man reflektieren muss. Denn am Ende, ist es nicht nur ein Band gesammelter Lyrik und Kolumnen, sondern ein Statement eines denkenden und schaffenden Menschen.

http://www.bildbetrachtungen.de
Thomas Sabottka


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