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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MINDFLOW

MINDFLOW

MIND OVER BODY (79:55 min.)

UNLOCK YOUR MIND / H’ART
Von RB bereits Ende November 2006 als Brasilien-Import in der entsprechenden Rubrik gewürdigt und abgefeiert, kommt das vom Kollegen Robert mit der Höchstnote bedachte „Mind Over Body“ nun hierzulande endlich in den regulären Vertrieb. Dieses Hammerteilchen aus dem Hause Mindflow ist ein MUSS für alle Dream Theater- und Pain Of Salvation-Fans und kann nicht nur auditiv vollkommen überzeugen, sondern präsentiert sich auch in seiner visuellen Design-Form als absolutes „Value for money“-Sahnestück. Das üppige Digipak kommt in einem mit Prägedruck versehenen Pappschuber daher und kann mit zwei amtlichen Booklets (24 bzw. 28 Saiten) aufwarten, von denen eines den lyrischen Inhalt der Scheibe in einem Comic-Strip darstellt. Kaufen!!!

Und nun lasse ich Robert noch mal zu Worte kommen, denn seine Darstellung trifft den Sound-Kern der Scheibe auch anno 2007 hervorragend:

„… wende ich mich nun endlich „Mind over Body“ zu, also einem Album, welches in Spanien bereits als das beste Album dieser Stilrichtung im Jahr 2006 bezeichnet wurde und welches man in den USA als eines der besten Progalben aller Zeiten geadelt hat. Und wie es sich gehört muss man ein solches Ergebnis (und da liegt bereits der erste Unterschied zu „Train Of Thought“) auch ordentlich verpacken. Das chinesische Symbol auf dem Pappcover ist mit Glanzfolie überzogen, die umliegenden Drachen im Prägedruck gehalten und das Innerste hält nach entsprechender Aufklappung ein ordentliches Booklet mit allen Informationen bereit, die sich der Fan wünscht. Vor dem hörbaren Genuss steht also erst mal der visuelle und die (Vor-) Freude auf das was der Silberling zu bieten hat lässt die Atmung flacher werden und das Herz rasen. Tauchen wir also ein in die musikalische Umsetzung der Selbsterkenntnis, tief und tiefer. Dass man sich der Vergleiche mit Dream Theater nicht entziehen kann wird bereits beim über zwölfminütigen Opener ’Crossing Enemy’s Line’ deutlich, denn hier agieren MindFlow ähnlich variabel, voluminös und mit Tempowechseln, so dass sich eine dichte Atmosphäre ergibt, die die Spannung bis zur letzten Sekunde aufrecht hält. Diese Dynamik setzt sich mit ’Upload - Spirit’ fort und manifestiert den Eindruck hinsichtlich ihrer Vielseitigkeit, die im Vergleich zum Debüt „Just The Two Of Us…Me And Them“ eher noch zugenommen hat. Sie spielen mit Stimmungen, reißen uns mit ihren Gitarrenbrettern mit und fangen uns mit zarten Piano- und Violinenklängen wieder ein. Womit wir auch beim zweiten Gesicht der Band, sprich der sanften Seite wären. So hart sie einerseits losrocken und sich proggy in ihre Arrangements hineinsteigern, so weich landen sie auch wieder in Harmonie, balladesk schwelgend, gefühlvoll nuanciert und entspannend. Nach ’Thousend Miles From You’ und ’Just Water, You Navigate’ ist auch Schluss mit der Innehaltung, es wird wieder etwas mehr Dramatik versprüht und die mit ’Chair Designer’ aufgebaute, knisternde Stimmung überträgt sich auf das ruhige ’A Gift To You’, wo man fast zitternd die Eruption erwartet, die sich aber bis zum anschließenden ’Hellbitat’ gedulden muss und den Hörer spätestens jetzt ins Gefühlschaos stürzt. Damit dieser Zustand nicht nur von kurzer Dauer ist, wird episch ausschweifend (was sind schon fast sechzehn Minuten) mit ’Follow Your Instinct’ nachgelegt. In Anschluss an ’Hide And Seek’ stellt man nach einem Blick auf die Uhr irritiert fest, dass man achtzig Minuten lang eingetaucht war, freiwillig gefangen und vielleicht wieder aufgewacht mit der Erkenntnis, dass sich während dieser Tauchphase, während der sich das salzige Wasser um alle Körperteile schlängelte, die eine oder andere Selbsterkenntnis eingestellt hat und das eigene Bewusstsein nun ein anderes, detailreicheres ist als zuvor." (RB)
8,5/10 - CL


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