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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MARY’S COMIC

MARY’S COMIC

PERFECT VACATION (54:59 min.)

SYBORGMUSIC / NOVA MEDIA
Dem ein oder anderen dürfte der Name Ralf Jesek wohl bekannt sein von der DarkWaveFolkPop-Band „In My Rosary“. Mit seinem Nebenbeiprojekt „Mary´s Comic“ und dem Album „Perfect Vacation“ hat sich Ralf gleich zweimal Urlaub genommen: zum einen nimmt er Abstand vom DarkWave, indem er das Album zwischen 1980er NewWave und modernen DarkPop ansiedelt, zum anderen ist so ziemlich jeder Song im Urlaub entstanden. Die verschiedenen „Geburtsorte“ kann man sogar dem Booklet entnehmen. Für Besagtes hat der bekannte Fotograf Marko Zink die Bilder geschossen, doch dürfte das Artwork auf manche etwas abschreckend wirken, gibt doch der tuntige Mann mit der blonden Frauenperücke nicht unbedingt das Thema und die Stimmung des Albums wieder.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf den teils deutschen, teils englischen Texten: zum Beispiel das düstere „Die Antwort“ mit Ralfs Sprechgesang hat etwas dichterisches, gedankenvolles an sich und in „Ich habe Angst“ wird nicht ohne ein Augenzwinkern die Meinung zum Terrorismus ausgedrückt. Dieser Song ist auch ein gutes Beispiel, wie gekonnt Ralf Emotionen und Gefühle durch die Musik ausdrückt, jedoch fallen die meisten Stücke sehr ruhig aus, wie unter anderem „Indifference“. Unter die für das Album verhältnismäßig schnelleren Songs fallen „Black Hole“, „Welcome To...“ und „Einfach da“, das anfangs fast an den Soundtrack zu einem Computerspiel erinnert und nicht gar so melancholisch, sondern beinahe tanzbar ist. Leider ist dieser Song dann aber auch mit seinen zwei Minuten der kürzeste der allesamt ungefähr drei Minuten langen Songs, obwohl er zu den schönsten gehört. „I´m A Lie“ am Ende weckt dann aus der schweren (zu) langen Ruhe und wirkt so richtig fetzig. „Like Home“ wäre durch den bewegten Background fast dramatisch, doch Ralfs ruhiger Gesang kostet das eventuelle Potential des Songs nicht wirklich aus.
Insgesamt ist „Perfect Vacation“ eher einfach gehalten und nicht recht vielschichtig, dennoch mit sehr vielen verschiedenen Begleitmotiven. Ein Großteil der Lieder ist erst nach mehreren Durchgängen greifbar, was den Gesang betrifft, Melodien, die leicht ins Ohr gehen wie „Nichts tun“ gibt es eher weniger. Teilweise neigen die einzelnen Songs auch zu einer gewissen Monotonie, obwohl das Album insgesamt genügend abwechslungsreiche Einfälle besitzt. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass die CD sehr ruhig ist und in Sachen Tempo die Abwechslung fehlt.
Trotz allem ist das Album jedem ans Herz zu legen, der einfach mal etwas entspannen oder nebenbei Musik hören will. Auch wenn es einiger Rotationen im CD-Player bedarf, wer genügend Geduld hat, den werden viele Songs nicht mehr so schnell loslassen.
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