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MECHANICAL MOTH

THE SAD MACHINA (58:22 min.)

SCANNER / NOVA MEDIA
Zunächst als „Projekt Rosenhöhe“ gestartet, hat sich Mechanical Moth mittlerweile zu einer beliebten Szeneband entwickelt, die gekonnt Dark Wave und EBM vereint und mit Industrial-Elementen würzt. „Sad Machina“ heißt der dritte Teil der „Deus Ex Machina“ – Triologie, und der Titel gibt schon mit diesen zwei Worten wieder, was Mechanical Moth ausmacht: eine Fülle aus melancholischen Songs, die allesamt von einem schwebenden, ja fast zerbrechlichen Charakter umgeben sind. Nach einer kurzen Einleitung legt man sofort mit einem Hit los: „A Haze In The Shadow“ ist eine eleganter, ruhiger Song, dessen Melodie einen so schnell nicht mehr loslässt. Dicht darauf folgt „Chainsaw“, was wohl mit Sicherheit ein mitreißender Feger für die Tanzfläche ist, selbst wenn es für den Anfang fast etwas monoton klingt. Mit dem verzaubernden, zeitlosen „Time“ jagt schon der nächste Ohrwurm hinterher, wozu ein nachdenklicher, netter Videoclip gedreht wurde. Besonders interessant ist der eigentlich für Gothic-Metal typische „Beauty & Beast“-Wechsel zwischen Tandrins tiefen, gegrollten Parts und Matricides klarer Stimme, was so ziemlich jedes Stück hörenswert macht. Leider ist das Gesamtwerk eher nicht so tanzflächentauglich – mit Ausnahme vom aggressiven „Hate The Light“, das nun wirklich in Mark und Bein übergeht, „Obsession“, einer erotischen Verführung der Ohren und dem fetzigen „Frostbound“ – denn alles in allem sind die Songs eher ruhiger und vor allem ernst. Da auch jedes Stück monoton ohne Höhepunkte geradeaus abläuft – was an sich jedoch meistens positiv ist – kann das erste Hören sich teilweise etwas schwierig gestalten. Problematisch dürfte sich dabei auch die Dauer auswirken – fünfzehn Titel mit einer ungefähren Dauer von drei bis vier Minuten erfordern etwas Geduld, was einen dazu verleitet, mittendrin einfach wieder auf den Anfang zu schalten, wo sich zweifelsohne die besten Tracks befinden. Nennenswert ist „Schreie in der Nacht“, einer der vier deutschsprachigen Songs auf der CD, wo düstere und bedrohlich wirkende Verzweiflung gekonnt musikalisch umgesetzt ist durch den bereits genannten Wechselgesang aus verzerrten und klaren Stimmen, durchsetzt mit dunklen Läufen in der Tiefe und begleitet von klavierähnlichen hohen Parts. Eine schöne Ballade unter vielen ist „Das letzte Lied“, das – wie der Name vermuten lässt – am Ende steht. Vor allem durch Matricides gefühlvollen Gesang kommt etwas Abschiedsstimmung auf, nachdem die Band einen so positiven Eindruck hinterlässt. Insgesamt eine gelungene Scheibe und vor allem Fans von bewegter, nachdenklicher Musik zu empfehlen. Aber auch diejenigen, denen Mechanical Moth bis jetzt noch kein Begriff war, sollten sich zumindest Songs wie Time“, „Chainsaw“ und „Hate The Light“ anhören!
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