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BEYOND THE SIXTH SEAL

THE RESURRECTION OF EVERYTHING TOUGH (55:58 min.)

METAL BLADE / SPV
Ob nun jenseits des sechsten Siegels oder nicht, Beyond The Sixth Seal sind definitiv jenseits von irgendetwas, aber was das genau ist, kann ich beim besten Willen nicht sagen. „Tough“ sind sie ebenfalls, aber von „Resurrection“ kann man hier kaum sprechen, da das impliziert, dass es so etwas bereits zuvor gegeben hat. Zu alledem muss ich auch noch erfahren, dass Beyond The Sixth Seal 2001 („A Homicide Divine“) und 2002 („Earth And Sphere“) ihre Ergüsse in Form von Tonträgerveröffentlichungen der Menschheit präsentierten. Dies, so muss ich gestehen, ist komplett an mir vorbei gegangen. Ob ich das bedauern sollte oder nicht, kann ich ebenfalls nicht sagen, da ich diese Exemplare nicht kenne. Sehr bedauern würde ich allerdings den Sachverhalt, wenn „The Resurrection Of Everything Tough“ nicht den Weg in mein bescheidenes Musikzimmer gefunden hätte. Ich will versuchen, meine Begeisterung für dieses Werk nicht all zu überschwänglich zu gestalten, obwohl mir bewusst ist, dass mir das vermutlich nicht gelingen wird. Da ist zunächst das Cover. Dieses mächtige, potente, aus irgendeiner Wolke aufsteigende, vor Kraft strotzende, einen Menschenkopf in der Hand haltende, die andere Hand zur Faust geballt, das Maul aufreißende, mit mehr Brustwarzen als für Menschen typisch ausgestattete, animalische Wesen. Und schon haben wir eine annähernd treffende Beschreibung für den Gesang von Mike McKenzie a.k.a. Gunface: mächtig, potent, vor Kraft strotzend, animalisch, für Menschen ungewöhnlich, einzigartig. Mir ist durchaus bewusst, dass Einzigartigkeit an sich noch kein Kriterium ist, welches eine Sache gleichzeitig als nützlich, schön oder sonst wie auszeichnet. Hier schon! Zugegeben: Von allein wäre ich nicht darauf gekommen, aber ein guter Freund machte mich darauf aufmerksam, dass der Gesang etwas von Carl McCoy (Fields Of The Nephilim) habe. Der direkte Vergleich mit den Vocals von Carl auf „Chord Of Souls“ zeigt tatsächlich, dass da etwas dran ist. Man nehme nun noch das Gegröle von Gorefests Jan-Chris de Koeijer auf „Soul Survivor“ und wir kommen der Sache schon ziemlich nah. Was aber ist mit der Musik, genauer gesagt, mit den Klängen, die durch Schlagzeug, Bass und Gitarre erzeugt werden? Spätestens da ist es vorbei mit dem Vergleich zu Fields Of The Nephilim, wohingegen der Vergleich zu Gorefests „Soul Survivor“ durchaus nicht vermessen ist. Aber auch das reicht nicht aus, um zu beschreiben, was auf „The Resurrection Of Everything Tough“ geschieht. Zunächst hören wir einen sehr rockigen Sound. An dieser Stelle sei gesagt, dass man bei dem folgenden Versuch, die musikalische Vielseitigkeit von Beyond The Sixth Seal zu beschreiben, nicht vergessen sollte, wie brachial sich der Gesang von McKenzie präsentiert, denn die Kombination ist unglaublich. „Revelry“ wartet auf mit melodiösen, fließenden (!), independentlastigen klaren als auch verzerrten Gitarren. Ich warte sehnsüchtig auf den Schuppen, in dem ich die Möglichkeit erhalte, dazu abzurocken. „Yawning Of The Gale“ zeigt besonders die Vorliebe für einen fetten, in den Vordergrund gerückten Bass, der an alte Cure-Scheiben erinnert („Faith“ beispielsweise). „Monument“ wirkt wie eine Mischung aus Stoner Rock und Doom und sollte auf jedem Fall in voller Länge genossen werden, da man sonst eventuell die klagenden Gitarreneinlagen verpassen könnte. Das Gesamtbild lässt sich in etwa so beschreiben: Gorefest, Hellacopters, Motörhead und Morrissey (der liefert dann die Gefühlsstärke) in einen Topf werfen, kräftig rühren, und dann… . Aber vielleicht sollte ich mir das Ganze Gefasel sparen und einfach sagen: Danke Brendan, Greg und Mike, dass ihr dafür gesorgt habt, meine Lebensqualität derartig zu steigern. Hoppla, da bin ich doch wieder überschwänglich geworden – nein, bin ich nicht!
10/10 - MO


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