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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BALANCE OF PO ....

BALANCE OF POWER
Die innere Mitte einer Rockband
Die True- und Power Metal-Szene hat seit Hammerfall einen immensen Aufstieg zu verzeichnen. Das sich nach gewisser Zeit wie immer die Spreu vom Weizen trennt, ist die logische Konsequnez. Während andere schon wieder in Vergessenheit geraten sind, schießt eine Formation seit Jahren ständig nach oben, Balance of Power. Die aus Briten und Amerikanern bestehende Band fing an, nachdem zwei Alben von Tony Ritchie eingesungen wurden, den Kurs zu ändern und verfrachteten Chris Dale an den Bass, während Lance King die Vocals übernahm. Erst jetzt geht die Post richtig ab und man kann sich mit lohnenden Erfolgen schmücken, denn schon das dritte Opus "Ten More Tales.." begeisterte die Fangemeinde. Auf der Tour im Vorprogramm von Pink Cream 69 und Axxis konnte man sich auch live sehr beliebt machen, indem man eine großartige Leistung hinlegte. Toppen wird man das Ganze mit Sicherheit mit dem aktuellen Werk "Perfekt Balance", das jetzt schon zu meinen Jahresfavouriten zählt. Mit ihrer Art die Melodien des vorzüglichen Gesangs ins Hirn zu fräsen und obergeile Songs zu kreieren werden sie noch Tausende in ihren Bann ziehen. Kein Wunder also, daß Pete Southern, ihr Gitarrist, vor Freude übersprudelte und zunächst einmal die Gründe für den Split von Chris Dale erläuterte.
>> Als wir auf das Billing für die Pink Cream 69 / Axxis-Tour gesetzt wurden, gab es für Chris zeitliche Konflikte mit seiner anderen Band. Und da er uns sofort in Kenntnis setzte, lief alles sehr fair ab und Tony Ritchie, der immer mit uns arbeitete, übernahm den Bass. Früher war er ja unser Sänger. <<
Genau das verwirrte mich ein bisschen, denn im Info steht, daß Tony vom Gesang zum Bass wechselte, aber auf eurer letzten Scheibe steht Chris Dale auf der Besetzungsliste.
>> Tony war auf dem letzten Album als Musiker präsent, aber dezent im Hintergrund. Eigentlich war Tony immer dabei. <<
Na gut, wechseln wir das Thema. Ihr habt in Lionel Hicks, eurem Drummer und Stammproduzenten, so wie Pink Cream 69, die bei den Aufnahmen zu einem neuen Album ebenfalls ständig auf ihren Basser Dennis Ward zurückgreifen.
>> Im Moment sind wir alle zufrieden mit der Seite des Business. Wir haben einfach mehr Kontrolle über unsere Arbeit, als wenn jetzt ein x-beliebiger Produzent am Horizont auftauchen und uns erzählen würde, wie wir zu klingen haben. Außerdem gehört Lionel zum Team Balance of Power. Wir haben in Lionel denjenigen gefunden, den wir brauchen. Er kennt uns in- und auswendig. Wir brauchen über nichts debattieren. Was die Zukunft bringen wird, werden wir sehen. <<
Ist der Titel "Perfect Balance" das Motto der Band und wie erarbeitet ihr eure Songs? >> Es immer Teamwork. Es fängt an mit einer Idee, die Tony oder ich vorstellen oder Lance schickt uns ein Dat-Tape mit seinen Ideen. Selbst wenn einer von uns den Löwenanteil erarbeitet hat, bringt sich daraufhin jeder mit ein und am Ende ist es ein Gesamtwerk aller Mitglieder. <<
Ihr seid eine von den wenigen Bands, die ständig progressiv nach vorne schauen und jedes Mal den Vorgänger toppen konnten. Selbst der Sängerwechsel, den viele Bands nicht überleben, habt ihr locker weggesteckt.
>> Du darfst einfach nicht auf der Stelle treten. Das ist zumindest unsere Devise. <<
Ihr seid von Point Music zu Massacre gewechselt und habt in kürzester Zeit zwei Alben auf den Markt gebracht und ein Album mit dem Sideprojekt USM. Steht ihr bei dem Label sehr unter Druck?
>> Nein! Wir haben Point aus mehreren geschäftlichen und künstlerischen Gründen verlassen. Als Massacre an uns herantraten wurden sie uns sehr empfohlen. Wir wussten, daß sie eine hervorragende Arbeitsethik ihr Eigen nennen und sehr gut mit den Bands agieren. Sie waren froh darüber mit uns zu arbeiten und es ist eine gute Beziehung aufgebaut worden. Ich denke, es ist sehr wichtig, mit den Businessmenschen einig zu sein, denn umso besser kann man arbeiten. <<
Da war noch eine Frage, die ich im Hinblick auf den Sänger stellen wollte. Warum habt ihr überhaupt einen neuen Shouter verpflichtet?
>> Es kam einfach mit der musikalischen Umorientierung der Band, als wir mit dem "Book Of Secrets" anfingen. Das Material wurde härter und passte irgendwie nicht mehr zu Tony´s Stimme. Wir brauchten jetzt jemanden, der über eine größere Bandbreite verfügt und mehr Power und Abwechslung ins Spiel bringt. <<
Wann habt ihr euch für das USM Sideproject entschieden, bei dem drei der Mitglieder von Balance of Power mitwirken, anstatt ein neues Album mit der Stammband zu verwirklichen?
>> Tony hatte einfach sehr viel Material geschrieben, das etwas anders klang als das, was ihr von Balance of Power gewohnt seid. <<
Ja, aber das ist mit dem Wechsel der musikalischen Marschrichtung, von der wir gerade sprachen, auch der Fall gewesen.
>> Na ja, es war Tony´s Ding und ich half ihm mit der Gitarrenarbeit aus. Er spielt zwar Gitarre, aber nicht gut genug, um ein Demoband zu erstellen. Mit Lionel an den Drums und als Produzent passte es trotzdem nicht zu unserem Hauptbetätigungsfeld. Ich weiß auch nicht, ob wir noch mal so ein Album machen würden. Im Moment jedenfalls fehlt uns die Zeit dafür. <<
Ist Tony jetzt mit seiner Stelle als Bassist zufrieden?
>> Ja, er fühlt sich sehr wohl. Er spielt gerne in der Band und bastelt fleißig an weiterem Material und überarbeitet die Bühnenauftritte. <<
Hat eine der Bands, mit der ihr auf Tour ward, einen besonderen Eindruck bei euch hinterlassen?
>> Nun, ich bin schon geraumer Zeit Fan von Pink Cream 69, obwohl sie in England nicht so bekannt sind. David, ihr Sänger kommt aus einer Stadt, die in der Nähe meiner Heimatstadt liegt. Ich habe alle Platten von ihnen, auch die Andi Deris- Soloscheiben. Pink Cream 69 war also ein Einfluss für meine Karriere an sich. <<
Ich finde, daß die Art des Gesangs auf dem aktuellen Album Parallelen zu Pink Cream 69 aufweist.
>> Ja, vielleicht hat Lance eine Dosis von David abbekommen, obwohl er die Band vorher nicht kannte, so wie ich Axxis nicht kannte. Was mich aber total beeindruckte war das "Adagio" Album, das David Readman einsang. <<
Was ist die eigentliche These hinter euren Texten?
>> Na ja, wir beschäftigen uns etwas mehr mit der Realität als die meisten Fantasy-Bands. Wir bewegen uns mehr in der Spiritualität. Manchmal, so wie auf "Ten More Tales...", haben wir einen roten Faden, der einige Tracks in Verbindung miteinander bringt. <<
Ihr seid ja teils Engländer, teils Amerikaner. Fliegt ihr hin und her, habt ihr einen Proberaum, arbeitet ihr per Internet oder wie läuft die Zusammenarbeit ab?
>> Wir erstellen mp3-Files und schicken uns gegenseitig das Material. Ansonsten proben wir gemeinsam. Lance kommt dann kurz vor den Amerika_Gigs rüber und wir werden eine Woche proben. <<
Habt ihr eine US-Tour ?
>> Nein nur einzelne Auftritte, wie zum Beispiel bei einem Festival in Atlanta. <<
Wie läuft es für euch über dem großen Teich?
>> Eigentlich sehr interessant. Wir haben ein paar Gesangsaufnahmen und den Mix in Minneapolis abgeschlossen. Ich glaub schon, das da was machbar ist, da es Rockmusik hier schon noch gibt, und nicht nur Nu Metal, wie bei uns zu Hause. Als ich auf die Webseite von Lance geschaut habe, war ich über das Interesse an unserer Band sehr erstaunt. <<
Steve Burdelak


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