Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

MAGAZIN :: Index: 'D' :: DOOM SHALL RI ....

DOOM SHALL RISE V, 27.04. + 28.04.2007, GÖPPINGEN, “Chapel”, TAG1
GÖPPINGEN, “Chapel”

27.04.2007
Trotz der Tatsache, dass die Veranstalter in diesem Jahr keinen großen Namen als Zugpferd verpflichten konnten pilgerten auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Jünger des kriechenden Gitarrenriffs bei bestem Wetter nach Göppingen, um sich in der einzigartigen Atmosphäre der Chapel in ihrer Lieblingsmusik zu suhlen. Und niemand sollte enttäuscht werden: wie immer gab`s faire Merch-, Getränke- und Essens-Preise (etwa für`s Sorrow-Kraut), eine kunterbunte Freakshow sowie, selbstredend, musikalische Feinkost satt. Unser Dank gilt auch den Herren Mohr und Carsten, deren kauzige Eskapaden immer wieder alleine den Eintrittspreis rechtfertigen, sowie Doom-Ruhepol Lars, mit dem wir das eine oder andere Doominikaner schlabberten (auch wenn ich Meister Lücker noch immer nicht davon überzeugen konnte, dass Mixgetränke eklig sind...). Doom on, guys! Gute Besserung auch an den von einer Schlange heimgesuchten Fan!!! (PM)

TAG 1 - FREITAG, 27.April:

LOW MAN’S TUNE verpassten wir leider aufgrund des permanent zähfließenden Verkehrs auf der A8, Staus rund um Stuttgart und unseres dringenden Bedürfnisses nach der Ankunft an der ’Chapel’ noch ein oder zwei Drinks zum gediegenen Einstieg zu uns zu nehmen. Sorry! Was uns entgangen ist könnt ihr unter http://www.low-mans-tune.de anchecken.

Die finnische Mischpoke von MY SHAMEFUL hatte zunächst mit ärgerlichen technischen Problemen zu kämpfen. Aber selbst diese hatten ihr Gutes, denn so konnte man wieder einmal sehen, warum man das DSR so sehr liebt: zum einen muckte das Publikum trotz der verdammt langen Reparaturen an der Bassanlage zu keinem Zeitpunkt auf, zum anderen durfte die Band dennoch ihr komplettes Programm feilbieten. Und ohne die unfreiwillige Unterbrechung wäre der sperrige, zähflüssige Mix aus Doom-Death, Funeral-Elementen und vereinzelten Nackenbrecher-Riffs wohl nicht derart abgefeiert worden, denn trotz der Tatsache, dass Sänger Sami Rautio und auch der Rest der Band sicher keine Charismabolzen sind, groovte sich plötzlich der gesamte vordere Bereich der Chapel ins Nirwana. Lediglich den selbstdarstellerischen Pfosten, der sich ab der Hälfte des Gigs direkt vor der Bühne auf eine der zusätzlichen Boxen stellte, sich zwischen den Songs anstelle der Band abfeiern ließ und zwischendurch zu allem Überfluss noch Anstalten machte, seinen Lachs aus der Hose springen zu lassen hätte kein Aas gebraucht. Aber zurück zu My Shameful: für mich nicht wirklich eines der Highlights, vom Publikum jedoch frenetisch gefeiert. Daher: Daumen hoch! Infos unter http://www.myshameful.com (PM)

Die Iren kamen und gaben sich wild und kriegerisch metallisch. Freie Oberkörper und die Landesfarbe blau, auf den Leib und das Gesicht gepinselt, standen auf der Tagesordnung und umrahmten den „Gaelic Doom Metal“ von MAEL MORDHA, der jedoch wenig doomig, sondern eher klassisch heavy angehaucht aus den Boxen dröhnte und durchaus mal in Uptempo-Regionen driftete. Quasi 80ies Metal plus etwas Doom, angereichert mit einigen irisch folkloristischen Melodien, die von Sänger Roibeard O Bogail mit einer kleinen „whistle“ und mitunter reichlich schief ins Mikro gepustet wurden. Wären die Gesangsmelodien ausdrucksstärker, der Sänger etwas besser und die Kompositionen mehr als nur ok, hätte das agil auftretende Quintett vielleicht mehr als nur einen Achtungserfolg eingefahren. Warum sie ständig mit Primordial verglichen werden ist mir übrigens ein Rätsel, denn die beiden Bands trennen bis auf ihr Herkunftsland definitiv Welten. http://www.myspace.com/maelmorda (CL)
Es ist immer wieder erstaunlich und wirklich jammerschade, dass Power-Doom mit hohen Vocals auf dem etabliertesten Doom-Festival einen derart schweren Stand hat. MEMORY GARDEN können seit diesem Tag leider ein Lied davon singen, denn trotz einer engagierten Performance strafte ein Großteil der Anwesenden die Schweden mit ostentativem Desinteresse. Sicher: Sänger Stefan Berglund muss unbedingt an seinem Stageacting und seinem Selbstbewusstsein arbeiten, will er in Zukunft ein neutrales Publikum auf seine Seite ziehen – aber ansonsten gab es bis auf das mitunter peinliche Posing von Basser Ken Johansson herzlich wenig zu bemängeln (jau, so bald eine Kameralinse offensichtlich auf ihn gerichtet wurde, erstarrte er in einer typischen Rock-Pose; authentisch geht echt anders! – CL). Anstelle von Berglund entpuppte sich Gitarrist Simon Johansson als echte Rampensau, dessen Ansagen ab der Hälfte des Gigs endlich für ein gewisses Feedback sorgten. Die Band wirkte trotz fehlender Live-Erfahrung tight und spätestens mit dem höllisch groovenden Doppelschlag „Dream Horizons“ / „Hallowed Soil“ war`s demnach um mich geschehen. Auch die abschließend vorgestellten beiden Tracks vom im Sommer erscheinenden Album „Carnage Carnival“ wussten voll zu überzeugen, sodass man von einem gelungenen Gig sprechen darf, dem lediglich die verdiente Anerkennung versagt blieb. Schade! News gibt`s unter http://www.memorygarden.net (PM)

Bei EARTHRIDE füllte sich die Halle schlagartig. Nach der großartigen Vorstellung Memory Gardens war es mir in der Tat ebenso ein Rätsel, warum der typische Wino-Stoff bzw. Maryland-Doom, den das Quartett von sich gab, dermaßen gute Reaktionen provozierte, speziell da die Stimme von Sänger Dave Sherman, der ehemals bei Wretched mit seinen angerauten, heiseren Linien durchaus zu überzeugen wusste (und zu dem Basser bei Spirit Caravan war), anno 2007 ein Spiegelbild des Gesamtpaketes Sherman zu sein scheint. Sprich: Stimme und Typ sind einfach fertig. Peinliche Ansagen („Drink as much as you can every day, smoke weed, take pills, cocaine….“), unkoordiniert zuckende Bühnenbewegungen und imaginäre Motorradfahrten bei einem Motörhead-ähnlichen Abgehpart verstärkten den eher lächerlichen Eindruck, den der Frontmann bei mir hinterließ. Für einige Anwesende mochte er eine Doom-Ikone sein, auf mich wirkte er wie ein alter, verbrauchter Drogen-Rocker. Seine Band zockte die Melange aus Doom, Psychedelic und Heavy Rock (The Obsessed meets Internal Void meets Wretched meets Spirit Caravan) indes sehr respektabel. http://www.myspace.com/earthridedoom (CL)

Für die Maltester von FORSAKEN gilt Ähnliches wir für Memory Garden: falsches Genre für`s DSR. Ihr Sabbath-schwangerer Power-Doom fiel bei vielen Doomomaten auf taube Ohren, sodass sich lediglich das vordere Viertel den emotionalen Sounds des Vierers hingab. Daher ist es wirklich schade, dass die im Mittelteil des Gigs eingestreuten Cover von „Symptom Of The Universe“ und „Black Sabbath“ die bei weitem enthusiastischsten Reaktionen ernteten, obwohl Eigenkompositionen wie der Opener „Dominaeon“, das endgeile „Daylight Dies“, „Kindred Veil“ sowie der Hit „Via Crucis (The Way Of The Cross)“ das Blut ebenfalls ordentlich in Wallung brachten. Zudem hatte man mit Frontsicko Leo Stivala (optisch der Zack de la Rocha des Doom...) einen der besten und hingebungsvollsten Frontleute des Festivals zu bieten, mithin mit Sean Vukovic den mit Abstand filigransten Saitenhexer, dessen Iommi-inspiriertes Spiel nicht nur ein Ohren-, sondern auch ein Augenschmaus war. Außerdem ließ sich anhand des Gigs sehr schön die Entwicklung Forsakens nachvollziehen: weg vom von der Dio-Phase Sabbaths beeinflussten Sound des Debüts („The Healer“) hin zu eigenständigeren Klängen. Daher erneut: starker Gig, schwache Reaktionen. http://www.forsakenmalta.com (PM)
Patrick Müller (PM), Christoph Lücker (CL) - Pics: Christoph Lücker (Pic #1 : Lars Bonke)


[ Zurück zum Index: 'D' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler