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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BLACK EASTER ....

BLACK EASTER – 08.04.2007, ÜBACH-PALENBERG, „Rockfabrik“
ÜBACH-PALENBERG, „Rockfabrik“

08.04.2007
Viel Ärger gab es leider wieder einmal im Vorfeld des „Black Easter“-Festivals, das ursprünglich im „Zwischenfall“ in Bochum stattfinden sollte, aufgrund konkreter und massiver Drohungen der Antifa und der Sorge um die Sicherheit der Besucher vom Veranstalter Krankpop in die „Rockfabrik“ nach Übach-Palenberg verlegt werden musste. Im Nachhinein sicher ein Glücksfall, denn ob sich solch eine hohe Anzahl von Neofolk- und Military Pop-Freunden in den „Zwischenfall“ verirrt hätte sei mal dahingestellt. Die Nähe zu Holland und Belgien tat sicher ihr übriges dazu und so platzte der Saal in der „Rockfabrik“ mit ca. 300 Zuschauern schier aus allen Nähten. Alles bleib friedlich und bedenkt man, dass am gleichen Abend in der „Rockfabrik“ auch noch ein RAP-Kontest und eine normale Metal-Disco stattfand, darf man wieder einmal am Geisteszustand der politischen Aktivisten aus dem linken Lager und ihren recht zweifelhaften Methoden zur Verhinderung solcher Konzerte zweifeln.
Opfer der Verlegung dieses Abends waren leider AELDABORN, die aufgrund der Verlegung in die Nähe von Aachen nicht in kompletter Mannschaftsstärke antreten konnten und so mit der Unterstützung von TRAUM’ERLEBEN und KAMMER SIEBEN zur Einstimmung wenigstens zwei Stücke spielen konnten, die dann nahtlos in den Auftritt der Bremer KAMMER SIEBEN übergingen.
Deren Debüt „Unfinished Movies“ zählt fraglos zu den bisherigen musikalischen Höhepunkten des Jahres und das unterstrichen Sänger Herr Twiggs und Butow Maler mit der Unterstützung von Micha und Jay Kokopelli von TRAUM’ERLEBEN an den Trommeln dann auch eindrucksvoll. Anfangs noch etwas zurückhaltend steigerten sich KAMMER SIEBEN von Stück zu Stück und so wurden u.a. „Dismembered Memories“, „Anywhere“ und „Black Sun“ gespielt, bei denen vor allem die tiefe und markante Stimme von Herrn Twiggs zum Tragen kam. Höhe- und Schlusspunkt des Auftritts war natürlich das von vielen mit Spannung erwartete „Ostpreussenlied“, das in seiner Live-Umsetzung eine abermalige Steigerung erfuhr und in der stimmlichen Unterstützung von TRAUM´ERLEBENS Sängerin Bia dermassen intensiv dargebracht wurde, die kaum einer Steigerung fähig scheint. Als besonderen Bonus Stück boten KAMMER SIEBEN und ihre Gäste im übrigen TRAUM’ERLEBENS „Die Reise“ in einer ebenfalls beeindruckenden Version dar, die hoffen lässt, dass auch TRAUM’ERLEBENS Album bald das Licht der Öffentlichkeit erblickt. KAMMER SIEBEN konnten mit diesem Auftritt ohne Frage überzeugen und es bleibt zu hoffen, dass man die Band öfter wird live sehen können.
Mit ECHO WEST wurde es im Anschluss nicht nur elektronischer und tanzbarer, sondern auch eine Spur lauter, was den Cold Pop-Songs von D.T. Klein und A.Köhler erst die nötige Eindringlichkeit verlieh. Kaum eine andere Band versteht es den minimalistischen Retro-Sound der Frühzeit düster elektronischer Klangerzeugung so authentisch zu reproduzieren wie die Dortmunder und dabei Songs zu schreiben, die nicht nur im Ohr bleiben sondern auch so gar nicht antiquiert klingen wollen. Mehr als einmal wurde die Atmosphäre fast greifbar, so dicht und intensiv agierten ECHO WEST, was bei Songs wie dem an diesem Abend alles überragenden „Some Thought Us Dead“, „In Pop We Trust“ oder „Daring A New Pain“ dann auch zwangsläufig die Folge war und selbst bei den etwas experimentelleren Passagen nichts an Ausdruckskraft verlor. Tolles Konzert.
Nachdem sich bei ECHO WEST die Halle etwas geleert hatte, war es bei DERNIÈRE VOLONTÉ dann wieder richtig voll und nachdem es zwei, drei Stücke Anlaufzeit bedurfte, bis Geoffroy D. so richtig warm gelaufen war, ging die Post ab und geboten wurde Military Pop der Extraklasse, wobei die Setlist des Konzertes sicherlich keine Wünsche offen liess. Der musikalische Schwerpunkt lag natürlich auf dem aktuellen Album „Devant Le Mirroir“ und Stücken wie dem kraftvollen „Au Travers Des Lauriers“ oder „Nos Chairs“, aber auch der umfangreiche Backkatalog der Franzosen wurde u.a. mit „Ami“ bedacht. Unbestrittener Höhepunkt des viel umjubelten Auftritts war aber das mit viel Energie und Wut im Bauch vorgetragen „Achtung“, bei der Geoffroy sich mit einem „Fuck Le Antifa!“ deutlich Luft machte. Musikalisch etwas befremdlich wirkten die beiden tanzbaren auf „Italo Disco“ (O-Ton Geoffroy D.) getrimmten Songs, die im Verlauf des Sets gespielt wurden und wohl eher augenzwinkernd zu verstehen waren. Geoffroy selbst stand wie ein Fels in der Brandung während die kraftvollen Trommelschläge den Stücken ihren militärischen Charakter verliehen. Eine begeistert umjubelte Zugabe beendete ein brilliantes Konzert der Franzosen, das musikalisch keine Wünsche offen liess. Warum allerdings das ganze Set über nicht einmal auch nur ansatzweise so etwas wie eine Lightshow geboten wurde, die die Stimmung noch hätte verstärken können, bleibt mir ein Rätsel
Michael Kuhlen - Pics: Michael Kuhlen


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