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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BLACKFIELD / ....

BLACKFIELD / PURE REASON REVOLUTION - 26.02.2007, Bochum - Matrix


Bochum - Matrix

26.02.2007
Es gab an diesem Abend in der „Matrix“ einiges zu lernen, und dies soll hier in willkürlicher Reihenfolge zusammengefasst werden:

a) Die Preispolitik Steven Wilsons ist, trotz der unbestritten von ihm beständig abgelieferten künstlerisch hochwertigen Qualitätsware, noch immer eine der unerfreulichsten in der Prog-Szene. 22 Euro im VVK (inkl. Gebühren) sowie 24,- Abendkasse für ein Underground-Konzert in der Matrix sowie Merchandise-Preise zwischen 20 (CDs) und 25 Euro (DVDs und Shirts/Girlies) sind, auch wenn Meister Wilson eine meist gut situierte Klientel bedient, frech. Basta!

b) BLACKFIELD haben ein gutes Händchen bei der Auswahl ihrer Vorbands. PURE REASON REVOLUTION nutzten die ihnen gebotene Chance jedenfalls von der ersten Sekunde an konsequent und boten ein Feuerwerk an Spielfreude und technischer Klasse. In bester 70ies-Tradition untermalt von psychedelischen Video-Projektionen, zelebrierten die vier Briten/-innen ihren oft sphärischen, manchmal Zeppelinesk-eruptiven („Nimos & Tambos“), immer aber von den großen Pink Floyd-Alben der 70er beseelten progressiven Rock der alten Schule. Dabei begeisterte man insbesondere durch den perfekt inszenierten dreistimmigen Gesang und spannende, unkonventionelle Akkordfolgen (wobei man nicht selten an die unterbewerteten Mother Tongue erinnert) und ein phänomenales, an Porcupine Tree geschultes Melodienverständnis. Bereits zur Hälfte des Gigs breitete sich in den Songpausen weit mehr als nur der für Vorbands übliche Höflichkeitsapplaus aus – es machte sich gar gemäßigte Begeisterung breit. Die ausladend dynamischen Kompositionen wurden zudem durch eine ebensolche Bühnenpräsenz ins rechte Licht gerückt, so dass einer knappen Stunde (ein Lob an BLACKFIELD, dass sie PURE REASON REVOLUTION eine derart üppige Spielzeit einräumten) Hörgenuss bei zudem recht gutem, wenn auch zu lautem Sound wenig im Wege stand. Zudem brachte man CDs und Shirts für angemessene 15 Euro in reichlicher Anzahl unters Volk. Es geht doch... Was soll ich sagen: ich war und bin schwer begeistert!
c) Man kann auch in der Matrix einen großformatigen, glasklaren High-End-Sound basteln und das Ohr mit nicht zu lautem Luxusklang verwöhnen. Den Beweis erbrachte der zuständige Mischer an diesem Abend: es gebührt ihm großer Dank für diesen Ohrenschmaus! BLACKFIELD starteten Energie geladen mit „Once“ in ein wunderbar austariertes, in spieltechnischer Hinsicht wie erwartet grandioses Konzert ohne Längen, dafür aber mit umso mehr emotionsgeladenen Kompositionen. Gleich zu Beginn zeigte sich, dass man (zumindest außerhalb Israels) bemüht ist, trotz aller Porcupine Tree-Querverweise im BLACKFIELD-Klangkosmos die musikalische Gleichberechtigung Aviv Geffens zu betonen. Artig wechselte man sich beim Leadgesang ab (untermalt von über alle Zweifel erhabenen Harmony-Vocals der Backing Band), und in punkto Bühnenpräsenz und Entertainer-Qualitäten ist Geffen Wilson um einiges voraus. „Glow“ wurde vom allein am Piano sitzenden Geffen in einer a capella-Version inbrünstig intoniert; zu begeistern wusste im Anschluss zudem das Alanis Morissette-Cover „Thank You“, auch wenn Meister Wilson gegen das Organ der Kanadierin dann doch etwas schwachbrüstiger klingt. Als Höhepunkte der Show erwiesen sich das von den Fans lauthals intonierte „Cloudy Now“, die Debüt-Hits „Open Mind“, „Blackfield“ und „Pain“ sowie die neuen Ohrwürmer „Where Is My Love?“ und „End Of The World“. Selbst nach dem Weltuntergang sah man so weit und breit zufriedene Gesichter ob der gerade erlebten opulenten Melodienverschwendung und musikalischen Klasse.

d) Geffen hat eine Verflossene in Bochum. Sachen gibt’s...

e) „The world’s a fucked up place“. Stimmt leider.

Und warum Blackfield „Once“ twice spielten? Vielleicht nur des schönes Wortspiels wegen...
Patrick Müller - Pics: Christoph Lücker


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