Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

MAGAZIN :: Index: 'B' :: BANG YOUR HEA ....

BANG YOUR HEAD 2006 / DAY ONE
Messegelände Balingen

23.06.06
„Vielen Dankeschön“ und „I am not Axel Rose“ dürften für viele die Sprüche des BANG YOUR HEAD 2006 sein, doch dazu später mehr. Mit ca 12000 Zuschauern war das diesjährige BYH zwar nicht so gut besucht wie zum zehnjährigen Jubiläum, woran die Fußball WM sowie das Mörderbilling des Vorjahres nicht ganz unbeteiligt waren. Egal, das Bang Your Head gehörte auch 2006 zu den absoluten Highlights im Festivalkalender, also los gehts:

Die aus Schweden stammende Band Hellfueld, hatte die schwierige Aufgabe, als erster Act des Festivals in den Morgenstunden, den bereits zahlreich vorhandenen Fans, eins auf die Kappe zu brennen. Doch die Combo die ich schon öfters als Anheizer auf verschiedenen Festivals erleben konnte, hatte mit dieser Bürde keinerlei Schwierigkeiten. Fette Metal-Riffs und gekonntes, melodisches Gebrüll pfefferten ins Publikum, als die Jungs Songs wie „Can`t Get Enough“, „Regain Your Crown“ und „Let Me Out“ zum Besten gaben. Ein eingespieltes Headbanging brachten den ersten optischen Highlight. Schade, dass die Boys sich immer noch als Opener betätigen müssen, da andere Bands im Laufe des Festivals den Slot mit Sicherheit eher verdient hätten. Etwas eindrucksvoller konnte die nachfolgende Band aus Norwegen, COMMUNIC sich in Szene setzten. Das Trio, dass eindeutig Nevermore als ersten Paten auf dem Banner stehen hat, konnte locker die Metal-Gemeinde mit ihrem sehr technischen und melancholischen Power-Metal, bewegen. Tadelloser Sound, der brachial durch die Boxen drosch, stellte Tracks wie „Frozen Asleep In The Park“, Fooled By The Serpent“, oder „Waves Of Visual Decay“ in ein ganz besonderes Licht. Es stellte sich zwar keine grenzenlose Euphorie der Fans ein, was bestimmt am etwas lahmen Stageacting lag, aber selbst Nichtkenner dieser Formation wirkten äußerst zufrieden mit der Show. (SBK)
Noch vor zwei Jahren konnten die Amis LEATHERWOLF mit ihrem damaligen Sänger Mike Olivieri mächtig beeindrucken. Schließlich hatte es Jahre gedauert bis man sie auf unseren Bühnen sehen durfte. Der erwartete Überraschungseffekt blieb somit heuer aus und die Band wurde eher als ferner liefen betrachtet. Als neuen Fronter sahen wir Wade Black, der schon seine Spuren mit Seven Witches und Crimson Glory verdiente. Obwohl Wade ein geeigneter Sänger für den rauen Heavy-Rock dieser Band ist, wirkte er nicht so überzeugend wie sein Vorgänger, der an Ausstrahlung deutlich präsenter war. Dennoch meisterte Wade alle Songs wie „Rise Or Fall“, „“Season Of The Witch“, „Street Ready“ und „Thunder” mit seiner üblichen Leichtigkeit und einer fetten Portion Aggressivität. Nach diesem gediegenem Gig waren auch die letzten Nörgler überzeugt, auch wenn sie LEATHERWOLf nicht noch ein drittes Mal in zwei Jahren wiedersehen wollen. (SBK) (also ich fands überrschend gut - SBT)
FLOTSAM AND JETSAM ewig her und doch nicht vergessen. Das könnte das Motto der Phoenix-Flotsams sein. Gilt doch das Debut „Doomsday Of The Deceiver“ als einer der Thrash Meilensteine. So war HAMMERHEAD vom eben genannten Teil natürlich ein passender Opener und auch der Rest der gespielten Songs hatte schon fast die Volljährigkeit erreicht, wenn man gut 14 Jahre Songs durchgehen lässt. An Kraft fehlte es Krachern wie NO PLACE FOR DISGRACE und SECRET SQUARE trotzdem nicht, eher an Exaktheit. Trotz einiger kleinerer Mängel wirkte das ganze wie aus einem Guss und die meisten Anhänger der frühen Trasher waren beim Ende des Black Sabbath Klassikers FAIRIES WEAR BOOTS vollständig überzeugt.
(SBT)
Mein Fresse, was hatten die Holländer ihren Spaß, anders ist die Leistung der wiederbelebten VENGEANCE nicht zu erklären. Allen voran Sänger und Fronmann Leon Goewie legten die Herren nach dem Intro sofort mit dem Klassiker ‘Rock’n Roll Shower” los und erzeugten damit die gewünschte Partystimmung im gut gefüllten Rund. Der Titeltrack des neuen Albums ‘Back in The Ring’ folgte und das Publikum tat es auch, denn Spielfreude, eine tight spielende- und überaus bewegungsfreudige Band ließen die Stimmung während des gesamten Sets nicht abflachen. ‘No Mercy’ sozusagen für das Partyvolk, welches einen mächtig knallenden und recht harten Sound präsentiert bekam. Einzelne Musiker muss und kann man hier gar nicht hervorheben, denn Courbois, Zandt und Gitarrero Peter ‘Slash’ Bourbon waren schlicht eine einheitliche „straight in your face Rock“ Unterhaltungsforce, die in der knapp bemessenen Spielzeit zur Bestform aufliefen und jede Mange Sympathie und Neufans sammeln konnten. Fürs Auge spazierten zusätzlich vier appetitliche Nummergirls in Goldhandschuhen (und sonst recht wenig) über die Bühne. Höhepunkt war natürlich der VENGEANCE-Hit ’Arabia’, bevor ’Power Of Rock’ in einer ausgiebigen Wasser- und Bierdusche Leons ausartete und den Set beendete. Fazit: Mit den Holländern ist definitiv wieder zu rechnen (SBT)
Die NWOBHM Legende RAVEN, auch als Hysterie-Kreisch Metaller bekannt, ist seit dreißig Jahren im Business. Trotzdem legten die Gallagher Brüder einen ungeheuer spielfreudigen, satten und Energiegeladenen Gig auf die Bretter. Neben Hits wie “ALL FOR ONE“ und Fanliebling “Live At The Inferno“ gab es auch einen brandneuen Song namens “BREAKING YOU DOWN“ zu hören, der zeigte, dass nicht nur die alten Kamellen rocken. Hohe Schreie, wildestes Posing, jede Menge blitzartiges Stageacting und die Fähigkeit auch technische Probleme mühelos zu überbrücken zeichneten die Engländer während der gesamten Spielzeit aus. Neben den eigenen Old-school Songs wartete das Trio noch mit einem Priest, Sabbath AC/DC und so weiter Medley auf, welches ebenso wie der Abschlusstrack BREAK THE CHAIN die Fans noch einmal ins schwitzen brachte und so gingen wohl alle höchstzufrieden in die nächste Umbaupause. (SBT)
JON OLIVA’S PAINs Auftritt war für viele sicher eins der Höhepunkte, denn die Halb-Legende Oliva, ist eigentlich allen als Savatage Mainman und großartiger Songwriter bekannt. Dass der nicht gerade asketisch lebende Fleischberg von Sänger/ Keyboarder nicht mehr auf der Höhe seiner stimmlichen Kraft ist, scheint allgemein ignoriert zu werden. So auch bei diesem Gig, bei dem die ersten Tracks “Warriors“ und “Sirens“ noch an glorreiche vergangene Zeiten erinnerten, danach aber immer häufiger nur noch ein Krächzen zu hören war. Auch die verkehrte Reihenfolge, sehr zur Verwirrung der Band oder die jedes mal wiederkehrende Erinnerung an Johns verstorbenen Bruder konnte niemanden wirklich stören. Denn, wie gesagt, wenn jemand derartiges Songmaterial auf die Bühne bringen kann und (für seine Verhältnisse) relativ agil auf der Bühne agiert – sofern der King nicht gerdae hinter den Keyboards verschwindet - kann John Oliva einfach nicht verlieren. „Gutter Ballet“, “Believe“, “Jesus Saves“ und “Hall Of The Mountain King“, Fanherz, was willst du mehr? Ach ja “PAIN”-Songs gab es auch noch ein Paar aber letzten Endes sind diese ja auch nur eine Savatage-Verlängerung, denen der Klassiker-Status fehlt.
(SBT)
Wer die San Francisco Thrasher schon mal gesehen hatte, wusste was ihn bei diesem Gig erwartete: Absolut hochkarätiger (mehr oder minder) old school Thrash in Form purer Energie! DEATH ANGEL können offenbar gar nicht anders, als fehlerfrei Hochgeschwindigkeitsattacken auf höchstem Niveau zu fahren und damit höchst gute Laune zu verbreiten. Gut, der euphorisch gefeierte Auftritt 2004, wird vielen als der wohl Beste in Erinnerung bleiben aber auch zwei Jahre später waren die elf Songs für die meisten echte Highlights. “ 3rd FLOOR” und ”5 STEPS OF FREEDOM” machten den Anfang, womit prompt jedes Eis gebrochen wurde. Dreadlock Frontmann Mark freute sich sichtlich wieder da zu sein und belohnte die anwesenden mit Bewegung im Übermaß, wie auch der instrumentale Teil der Band, inklusive dem neuerdings mit netter Kurzhaarfrisur aufwartenden Gitarrenmeister Rob. Bis zum abschließenden Act III Song “ DISCONTINUED” gab es kaum eine Atempause:“ THICKER THAN BLOOD“, dem Neuling “ DEVIL INCARNATE”, dem alltime-Klassiker “ EVIL PRIEST“ und “ VORACIOUS SOULS“ brachen sozusagen ultra-violent in das Publikum hinein. Kurz gesagt: GEIL!! (SBT)
Nicht wirklich in Form waren die Kürbisköpfe und das meint nicht nur die überdimensionale Dekoration. HELLOWEEN waren für mich noch nie eine sonderlich prickelnde Liveband aber diese Vorstellung spottete jeder Beschreibung. Zuweilen ziemlich schief und phasenweise mit einem extrem dünnen Sound gesegnet, spielten die Herren um Basser Weikath sich durch eine durchaus anständige Setlist, ohne aber wirklich zu überzeugen. Alleine die musikalischen Aussetzer , dürfen einer so erfahrenen Band einfach nicht passieren. Insbesondere Andre Deris Vocals kamen nie auf das Niveau welches auf einem solchen Festival erwartet werden muss. Selbst so kultreiche Tracks wie “HALLOWEEN“ oder “ FUTURE WORLD” oder meinetwegen “I WANT OUT“ wirkten an diesem Tag eher lasch und wenig partytauglich. Allenfalls für absolute Fans war nicht nur die farbenfrohe Bühne interessant. TONY MARTINs Kurzauftritt mit „Headless Cross“gespielt von den orangenen Feldfrüchten war eine nette Überraschung, hatte aber mit der Leistung HELLOWEENs nicht wirklich etwas zu tun und kann ihnen deshalb kaum zugute gehalten werden. (SBT)
FOREIGNER standen auf meiner „muss ich unbedingt sehen Liste“ ganz oben. Was ich überhaupt nicht wusste, war der Aspekt, dass Gründer und Gitarrist Mick Jones, eine komplett neue Truppe am Start hatte. Ich hatte gehört, dass Original-Sänger Lou Gramm am Start sein würde, was mich aufgrund seiner Krankheit eher gewundert hat. Kelly Hansen, (ex-Hurricane) übernahm den wahrlich schwierigen und anspruchsvollen Job, Hits aus meiner Jugend die durch Lous einmaliger Stimme auf ewig in mein Stammhirn gebrannt sind, zu präsentieren. Und das tat er mit absoluter Bravour. Abgesehen von seiner typisch amerikanischen Bühnenpräsenz, glänzte er mit einer Stimme, die im Laufe des Tages mitunter zu den besten Leistungen gehörte. Die Band schaffte es tatsächlich durch den kompletten Gig hindurch als homogenes und perfekt eingespietes Team zu wirken. Da kam echte Freude, und ein bisschen Wehgefühl für vergangene Tage auf, in denen Foreigner-Songs noch mit einem bestimmten Ereignis in Verbindung gebracht wurden. Und diese Tracks waren für fast jeden ein Ohrenschmaus. „Double Vision“, „Head Games“, „Dirty White Boy“, der Welthit „Juke Box Hero“ und „Cold As Ice“ kamen einfach nur göttlich rüber. Schade nur, dass etliche Tracks aus den 90er-Jahren auf der Strecke blieben. Gerne hätte ich „White Lie“, „Until The End Of Time“, „I`ll Fight For You” oder “Lowdown And Dirty” gehört. Warum diese exzellente Band nicht als Headliner den Abend bestreiten durfte und durch In Flames den Posten nicht bekam, wird wie immer das große Geheimnis des Veranstalters bleiben. Schön das FOREIGNER keine Starallüren haben und trotzdem kamen. Im Amiland schier undenkbar. Wem übrigens der überschwängliche Basser bekannt vorkam, dass war Mr. Jeff Pilson von der alten Poser-Formation Dokken. Foreigner ist somit für die nächsten zehn Jahre bestens gewappnet. (SBK)
Extrem gemischte Reaktionen fuhren die Ex- Melodic Death Metaller IN FLAMES ein. Ein Lager fieberte dem Auftritt regelrecht entgegen, zeigte sich zum Teil aber auch enttäuscht, wohingegen zwei Meter weiter von einem grandiosen Spektakel gesprochen wurde. Das dritte Lager, konnte den Schweden von vorneherein nichts abgewinnen und zog zum Teil schon früh ab. Selten spaltete ein Headliner die Anwesenden so sehr. Fürs Auge boten die Skandinavier mit der zwar Fotografenunfreundlichen aber gut arrangierten Beleuchtung (durchgängig von hinten) sofort einiges. Was man vom Songmaterial bzw. der spielerischen Leistung nicht immer behaupten konnte.
Klar haben die zu Chartstürmern avancierten IN FLAMES mittlerweile genug ansprechende Songs auf der Pfanne aber oftmals war das, was aus den Boxen schoss kaum zu erkennen. Neben der Spur war auch der Versuch sich als Fußball-Hellseher zu profilieren und dem deutschen Publikum eine Niederlage gegen seine Mannschaft vorherzusagen (genützt hat es ja bekanntlich nichts). So macht man sich keine Freunde. Da schon eher mit der offen geäußerten Verwunderung so früh in der Karriere diesen Slot zu bekommen. Die Songauswahl ließ nichts zu wünschen übrig und so konnten sich die Banger über reichlich Tracks wie LEECHES, TOUCH OF RED, COLONY, CLOUD CONNECTED, TRIGGER und die letzten im Glitterregen getauften TAKE THIS LIFE und MY SWEET SHADOW freuen. Dennoch: eine optisch ausgereifte Show reicht für nicht, wenn Sound und spielerische Leistung kaum der eines Headliners würdig sind. Jungs, es war einfach zu früh für euch.
(SBT)
Sven Bernhardt / Steve Burdelak - Pics: Sven Bernhardt / Steve Burdelak


[ Zurück zum Index: 'B' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler